Das westafrikanische Land Burkina Faso zählt zu den ärmsten der Welt. Inzwischen hat die Stadt Kongoussi dank der Unterstützung aus Ludwigsburg eine Krankenstation und eine Berufsschule. Als jüngstes Projekt wurde jungen Frauen das Schneidern beigebracht.

Ludwigsburg - Das westafrikanische Land Burkina Faso zählt zu den ärmsten der Welt. In vielen Landstrichen, wie auch in der von Ludwigsburg unterstützten Stadt Kongoussi, fehle es den Menschen an fast allem, sagte der Erste Bürgermeister Konrad Seigfried bei einer Bilanz des Förderprojekts für Kongoussi am Mittwoch im Gemeinderat. „Diese Menschen leben nicht wie im Mittelalter, sondern wie in der Steinzeit.“ Es gebe in den meisten Orten keinen Strom, keine Wasserversorgung und erst recht keine Schulen und Krankenhäuser. Nun hat Kongoussi dank der Unterstützung aus Ludwigsburg inzwischen eine Krankenstation und eine Berufsschule. Als jüngstes Projekt hat Anke Wiest mit ihrem Nähatelier Zic Zac jungen Frauen in Kongoussi das Schneidern beigebracht.

Seit einigen Jahren arbeiten die Ludwigsburger in einem Hilfsprojekt gemeinsam mit der Partnerstadt Montbéliard an der Sicherstellung der Wasserversorgung. Der Bamsee drohe zu versanden, sagte Seigfried. Darum habe man begonnen, die Ufer mit Bäumen zu befestigen. „Wir helfen mit Anpflanzungen auf der einen Seite und Monbéliard bepflanzt das gegenüberliegende Ufer“, sagte Seigfried. Außerdem versuche man die Dörfer mit einfach zu wartender Brunnentechnik zu versorgen. Möglich sei das nur dank der großzügigen Spender: Von 2008 bis 2016 habe der Ludwigsburger Förderverein 210 000 Euro für Burkina Faso gesammelt. Weitere 70 000 Euro seien durch Veranstaltungen des Vereins zusammengekommen. Seigfried hob hervor, dass vor allem Schulklassen einen erheblichen Beitrag geleistet hätten. http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ludwigsburg-strom-und-brunnen-fuer-burkina-faso.ea35af75-98ac-43f3-8d87-ee157882818e.html

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