Ludwigsburger Hilfsaktion Spendenlauf für Ludwigsburger Kinderhospizdienst

Heinz-Dieter Scherer (rotes Stirnband) bei der Ankunft  in Poppenweiler Foto: privat
Heinz-Dieter Scherer (rotes Stirnband) bei der Ankunft in Poppenweiler Foto: privat

Heinz-Dieter Scherer ist 15 Tage lang den Neckar entlang gelaufen. Durch die Aktion sind 10 000 Euro für den Kinderhospizdienst in Ludwigsburg zusammen gekommen.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Ludwigsburg - Schön war es zwar schon. Aber er ist auch froh, dass es vorbei ist. Er, das ist der 62 Jahre alte Heinz-Dieter Scherer aus Ludwigsburg, dessen Idee es war, beim „zügigen Gehen“ Geld für den Ambulanten Kinderhospizdienst Ludwigsburg zu sammeln. Denn für ihn ist klar: „Gerade Kinder brauchen in einer solchen Situation Hilfe und einen Raum, der ihnen Lebensfreude vermittelt“, sagt er.

So startete der Software-Spezialist und ehemalige Marathon-Läufer am 9. Juni an der Neckarquelle in Schwenningen und lief am 26. Juni an der Neckarmündung in Mannheim ins Ziel. Immer an seiner Seite: die 44-jährige Silvania Vetter aus Remseck. Sie hatte den Aufruf zum 369 Kilometer langen Spendenlauf in einem Flyer im Fitness-Studio gelesen und sich spontan dafür angemeldet. „Freiwillig“, wie Scherer lachend betont. Denn er habe ihr stets versichert, dass sie jederzeit aussteigen könne, wenn es ihr zu viel würde. Doch es wurde ihr nicht zu viel, und so waren die beiden – teils alleine, teils begleitet von anderen Mitläufern – bei sowohl heftigem Regenwetter wie strahlendem Sonnenschein unterwegs. „Manche Etappen waren schon anstrengend, weil wir nur schlechtes Wetter hatten“, berichtet er.

Spenden: 10 000 Euro für den Hospizdienst

Letztlich überwogen aber die schönen Erlebnisse während der fünfzehn Lauftage. Viele Menschen hätten sie angesprochen, sie hätten interessante Gespräche geführt und vor allem viele Spenden gesammelt. Aber auch wenn man ein Schreiben vom Hospizdienst dabei habe und ein entsprechend bedrucktes T-Shirt trage, öffne nicht jeder gleich seinen Geldbeutel. Dennoch sei die Bereitschaft der Menschen, das Projekt zu unterstützen, sehr hoch gewesen. Knapp 10 000 Euro haben er und seine Mitläuferin gesammelt, das meiste spendeten Unternehmen aus der Region.

Knapp zwei Jahre brauchte Scherer, um sein Projekt vorzubereiten. Denn wer so etwas organisiert, muss ja nicht nur die Etappen entlang des Neckars im Blick haben, sondern im Vorfeld auch Sponsoren anfragen, Einkehrmöglichkeiten heraussuchen, Bus- und Bahnverbindungen klären. Übernachtet wurde allerdings nicht unterwegs. Sie fuhren morgens mit dem Zug zum jeweiligen Startpunkt und liefen von dort aus die nächste Etappe. Durchschnittlich 24 bis 25 Kilometer seien sie pro Tag gelaufen, auf der Etappe von Oberndorf nach Sulz seien sie sogar vom Sulzer Bürgermeister Gerd Hieber begleitet worden. Auch der als Pumuckl verkleidete Barfuß-Spendenläufer Dietmar Mücke sei bei drei Abschnitten von Rottenburg bis nach Esslingen mit von der Partie gewesen. „Ich kenne Dietmar Mücke schon lange und hatte ihn schon vor zwei Jahren angefragt, ob er uns als prominenter Spendenläufer nicht unterstützen könne“, sagt Scherer. Und Mücke wollte. Wie immer barfuß, aber dafür wegen des nicht enden wollenden Starkregens mit bunt bedrucktem Regenschirm.

Spannende 15 Tage am Neckar

Für ihn seien die 15 Tage eine tolle Zeit gewesen, betont Scherer. Und doch plane er derzeit keinen weiteren Spendenlauf. „Es war schon sehr zeitaufwendig, aber ich sage mal so: sag’ niemals nie, es kann schon sein, dass ich irgendwann mal wieder die Lust verspüre, so etwas zu machen, um damit ein gutes Projekt zu unterstützen.“




Unsere Empfehlung für Sie