Die Piloten und das Kabinenpersonal der Lufthansa streiken am Donnerstag. Wie lange dauert der Streik an?
Bei der Lufthansa müssen sich Passagiere am Donnerstag, 12. Februar 2026, auf massive Einschränkungen einstellen. Der Streik beginnt um 00:01 Uhr Ortszeit und ist zunächst bis 23:59 Uhr angesetzt. Damit dauert der Ausstand einen vollen Tag. Betroffen sind alle Flüge, die in diesem Zeitraum von deutschen Flughäfen starten.
Wer streikt?
Zum Arbeitskampf aufgerufen haben sowohl die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) als auch die Kabinengewerkschaft UFO. Die VC bestreikt die Flugbetriebe Lufthansa und Lufthansa Cargo, während UFO das Kabinenpersonal der Lufthansa CityLine zum Warnstreik aufgerufen hat. Hintergrund sind jeweils tarifliche Auseinandersetzungen. Bei den Piloten geht es um die betriebliche Altersversorgung, beim Kabinenpersonal der CityLine um einen Sozialplan. Nach Angaben der Gewerkschaften sollen sämtliche Abflüge ab Deutschland betroffen sein. Beim Kabinenpersonal der Lufthansa CityLine betrifft der Aufruf insbesondere Starts von den Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover. Neben Passagierflügen können auch Frachtflüge, Bereitschaftsdienste sowie Anreisen von Crews zum Einsatzort ausfallen. Dadurch ist mit erheblichen Auswirkungen auf den gesamten Flugbetrieb zu rechnen.
Welche Flüge werden gestrichen?
Wie viele Flüge tatsächlich gestrichen werden müssen, ist aktuell noch offen. Die Lufthansa teilte mit, die konkreten Auswirkungen auf den Flugplan würden geprüft. Erfahrungsgemäß bleiben bei einem ganztägigen Streik dieser Größenordnung zahlreiche Maschinen am Boden. Auch vor Beginn und nach Ende des offiziellen Streikzeitraums kann es noch zu Verspätungen und weiteren Ausfällen kommen, da Umläufe und Einsatzpläne durcheinandergeraten.
Gibt es Geld zurück bei einem Flugausfall?
Für Reisende gilt: Wird ein Flug annulliert oder erheblich verspätet, muss die Airline die betroffenen Passagiere informieren und eine Ersatzbeförderung oder die Erstattung des Ticketpreises anbieten. Zusätzlich bestehen Ansprüche auf Betreuungsleistungen wie Mahlzeiten oder gegebenenfalls eine Hotelunterbringung, falls eine Weiterreise am selben Tag nicht möglich ist.
Ob darüber hinaus eine Ausgleichszahlung nach der EU-Fluggastrechteverordnung zusteht, hängt vom Einzelfall ab. Bei Streiks des eigenen Personals kommen Entschädigungsansprüche grundsätzlich in Betracht, müssen aber individuell geprüft werden. Passagiere sollten den Status ihres Fluges regelmäßig über die Website oder App der Lufthansa kontrollieren und alternative Reisemöglichkeiten prüfen, falls eine zeitnahe Ankunft am Zielort zwingend erforderlich ist.