Luftqualität Stuttgart ist nicht mehr Schlusslicht

Von red/dpa/lsw 

Zwar überschreitet die Stadt Stuttgart noch immer den zulässigen Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid. Trotzdem ist die Kesselstadt in Sachen Luftqualität nicht mehr das Schlusslicht.

Die Luft am Stuttgarter Neckartor ist besser geworden. Foto: Leif Piechowski/LICHTGUT
Die Luft am Stuttgarter Neckartor ist besser geworden. Foto: Leif Piechowski/LICHTGUT

Stuttgart - Mit einem deutlichen Rückgang der Werte am Neckartor gibt Stuttgart die rote Laterne in Sachen Luftverschmutzung wieder an München ab. Zwar wurde mit einem Jahresmittelwert von 53 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter Luft immer noch der Grenzwert überschritten. München lag mit 63 Mikrogramm aber noch deutlich darüber, wie aus vorläufigen Daten des Umweltbundesamtes vom Dienstag hervorgeht. Im Vorjahr hatte Stuttgart mit 71 Mikrogramm vor München (damals 66) gelegen.

Auch insgesamt hat sich die Luftqualität in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr deutlich verbessert. Der Grenzwert von 40 Mikrogramm wurde nach früheren Angaben der Landesanstalt für Umwelt außer in Stuttgart nur noch in Heilbronn, Reutlingen und Mannheim überschritten. 2018 seien noch 14 Städte betroffen gewesen. Mit der Pragstraße gibt es in Stuttgart noch eine weitere Messstelle, an der mit 58 Mikrogramm eine größere Belastung als am Neckartor gemessen wurde. Weil es sich dabei um eine Sondermessung handelt, taucht der Wert allerdings nicht in dem Vergleich des Umweltbundesamtes auf.

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