Luise Großmann als Nachwuchsboxerin Toni Foto: Patrick Xiong
Luise Großmann trifft in dem Hollywood-Film „Uppercut“ auf Ving Rhames aus „Pulp Fiction“. Um für ihre Rolle als Boxerin fit zu sein, hat sie mit Regina Halmich trainiert.
Michael Haug
23.01.2025 - 06:00 Uhr
In dem Boxerdrama „Leberhaken“ spielte Luise Großmann vor vier Jahren schon einmal die Boxerin Toni, die von einem Ex-Profi (Hardy Krüger Jr.) trainiert wird. In der US-Version namens „Uppercut“ spielt die Rolle ihres Trainers nun Ving Rhames. Wir haben Luise Großmann zum Zoom-Interview getroffen.
Frau Großmann, wie war die Zusammenarbeit mit Ving Rhames, den man aus „Pulp Fiction“ und „Mission Impossible“ kennt?
Er war von vorneherein sehr zugewandt und offen, was es mir sehr leicht gemacht hat. Ich hatte dann aber auch das nötige Selbstvertrauen, mit ihm auf Augenhöhe zu sein. Das hat uns in eine tolle Situation gebracht, uns einfach in unsere Charaktere fallen zu lassen. Wir waren da komplett neugierig aufeinander. Das Coole war auch, dass es in dem Film eine natürliche Parallele zu unserer realen Situation und vor allem, dass es eine natürliche Verbindung zwischen uns gab.
Ving Rhames und Luise Großmann in einer Szene aus „Uppercut“ Foto: Cinestar/Patrick Xiong
„Uppercut“ ist trotz des Titels kein klassischer Boxfilm.
Ja, im Mittelpunkt des Films steht zum einen eine sehr starke Frauenfigur, die sich später als Box-Managerin in einer männerdominierten Szene durchsetzt. Zum anderen haben wir diese Begegnung mit dem Ex-Champion Elliott. Ich finde toll, dass in diesem Film zwischen zwei Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Welten kommen, eine Freundschaft entsteht.
In einer Szene tanzen Sie durch die Boxhalle und umarmen dann einen Boxsack.
Das ist eine Schlüsselszene des Films, weil da das Eis bricht und sich die beiden Charaktere dazu entscheiden, aufeinander zuzugehen. Da entsteht so ein Momentum. Das hat Spaß gemacht. Das war cool, auch weil die Szene etwas eigenartig ist: Ok, jetzt tanzt sie mit Boxsäcken?! Ich mag die Szene sehr.
Sie haben zur Vorbereitung für die Dreharbeiten mit Box-Legende Regina Halmich trainiert.
Ich bin schon ein sehr sportlicher Mensch und habe eine gute Grundfitness, aber Boxen ist noch einmal eine ganz andere Sportart. Da werden Muskelgruppen benötigt, die man sonst nicht benutzt. Ich hatte dann eine Woche lang zwei Stunden Training am Tag mit ihr, und das ist super krass gewesen. Sie hat mich ordentlich rangenommen.
Sie waren in Ihrer Jugend sehr erfolgreiche Stabhochspringerin. Und in dem Film „Tod für Olympia – Der Fall Birgit Dressel“ haben sie die Weltklasse-Leichtathletin gespielt.
Ich freue mich darauf, wenn ich im nächsten Film vielleicht mal keine Sportklamotten anziehen muss. Aber klar, bringe ich ein Paket mit, dass es mir ermöglicht, sehr schnell in körperliche Rollen zu gehen. Action-Filme mit vielen Stunts dürften mir leichtfallen. Aber ich würde gerne auch was anderes machen.
Luise Großmann und der Film „Uppercut“
Person Luise Großmann (29) ist Schauspielerin und lebt in Berlin. Sie wuchs in der Kleinstadt Wolmirstedt in der Nähe von Magdeburg auf und schloss 2019 ihr Schauspiel-Studium in Köln ab.
Kino Das Film „Uppercut“ von Torsten Ruether kommt am 23. Januar in die deutschen Kinos.