Nationale Naturmonumente sind außergewöhnlich schöne und seltene Landschaftsräume. Bayern bekommt diese Auszeichnung nun zum zweiten Mal.
Auszeichnung für Europas größtes Felsenlabyrinth: Das Felsenlabyrinth Luisenburg im oberfränkischen Wunsiedel wird zum 1. Februar als Nationales Naturmonument ausgewiesen.
Das teilte die Bayerische Staatskanzlei am Montag (12. Januar) in München mit. Das Felsenlabyrinth wird demnach das zweite Nationale Naturmonument im Freistaat nach der Weltenburger Enge an der Donau in Niederbayern.
Acht Nationale Naturmonumente
Nationale Naturmonumente sind laut Mitteilung rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, die aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, kulturhistorischen oder landeskundlichen Gründen und wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit von herausragender Bedeutung sind.
Die an internationale Vorbilder angelehnte Kategorie des Nationalen Naturmonuments ist demnach seit 2010 im Bundesnaturschutzgesetz verankert. Aktuell gibt es deutschlandweit acht Nationale Naturmonumente.
Langfristige Waldentwicklung
Beim Felsenlabyrinth Luisenburg handelt es sich den Angaben zufolge um ein landschaftlich und kulturhistorisch außergewöhnliches Areal, das die Anforderungen an ein Nationales Naturmonument in hervorragender Weise erfüllt.
„Neben der Erhaltung der imposanten Naturerscheinung mit ihren Felsformationen profitieren von der Ausweisung vor allem die natürlichen Fichtenblockwälder und Waldstrukturen, die sich langfristig entwickeln können“, heißet es seitens der Staatskanzlei. Durch die Auszeichnung erhält Oberfranken im Naturpark Fichtelgebirge einen weiteren Erlebnis-, Bildungs- und Forschungsmagneten, wie es weiter heißt.
Die Luisenburg sei ein beeindruckendes Monument von nationaler Bedeutung mit mehr als 100.000 Besuchern pro Jahr. Sie sei seit Ende des 18. Jahrhunderts ein Landschaftsgarten und stehe für die Verbindung von urwüchsiger Naturlandschaft und Kultur. Im örtlichen ältesten Freilichttheater Deutschlands fänden alljährlich die Luisenburg-Festspiele statt.