Lustiges Trump-Foto zu Grönland „Ich verspreche, das Grönland nicht anzutun!“

Von /AP/dpa 

Das Thema Grönland lässt Donald Trump keine Ruhe. Sein Kaufinteresse unterstreicht der US-Präsident mit Humor: Auf Twitter postete er ein Foto von einem glitzernden Trump Tower, der über einem kleinen Dorf aufragt – und schreibt dazu: „Ich verspreche, das Grönland nicht anzutun!“

Donald Trump lässt beim Thema Grönland-Kauf nicht locker. Jetzt hat der US-Präsident ein bearbeitetes Foto per Twitter in die digitale Welt gesandt. Foto: Screenshot Twitter/twitter.com/realDonaldTrump
Donald Trump lässt beim Thema Grönland-Kauf nicht locker. Jetzt hat der US-Präsident ein bearbeitetes Foto per Twitter in die digitale Welt gesandt. Foto: Screenshot Twitter/twitter.com/realDonaldTrump

Washington - Ein riesiger, golden glänzender Hotelturm mit der Aufschrift „Trump“ inmitten auf Geröll stehender kleiner Holzhäuser vor einer grauen Meeresbucht: Ein solcherart bearbeitetes Foto hat US-Präsident Donald Trump am Montagabend getwittert – und dazu geschrieben: „I promise not to do this to Greenland!“ – „Ich verspreche, das nicht Grönland anzutun.“

Damit setzt Trump sein Werben um die zu Dänemark gehörende autonome Arktisinsel auf spezielle Weise fort.

Fassungslose Reaktionen im Netz

Die Reaktionen von Nutzern schwankten zwischen: „Wie kann man den Humor von US-Präsident Trump nicht lieben?“ bis: „Wie kann man darüber nur Witze machen? Du bist eine nationale Peinlichkeit.“

Trump: „Im Grunde wäre es ein großes Immobiliengeschäft“

Am Sonntag hatte Trump, der vor seinem Einstieg in die Politik als Immobilienunternehmer reich geworden war, erklärt, ein Kauf Grönlands könnte für die USA „strategisch“ interessant sein und hinzugefügt: „Im Grunde wäre es ein großes Immobiliengeschäft.“

Bei seiner im September angedachten Reise nach Kopenhagen könne das Thema besprochen werden. Grönland und Dänemark hatten die Idee eines Verkaufs aber umgehend entschieden zurückgewiesen.

Lesen Sie hier: Donald Trump und Grönland – US-Präsident spricht von „großem Immobiliengeschäft“

„Ich hoffe inständig, dass dies nicht ernst gemeint ist“

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen hatte zu Trumps Gedankenspielen gesagt: „Ich hoffe inständig, dass dies nicht ernst gemeint ist.“ Und sie stellte nochmals klar, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe. Trumps Kaufidee sei „eine absurde Diskussion“.

Der ehemalige Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen hatte es zuvor auf Twitter noch deutlicher formuliert: „Das muss ein Aprilscherz sein.“

Soren Espersen, stellvertretender Vorsitzender der rechtspopulistischen Dansk Folkeparti, meinte: „Wenn er (Trump) das wirklich ernst meint, dann ist dies der letzte Beweis, dass er verrückt geworden ist.“

Grönlands strategische Bedeutung für die USA

Grönland mit seinen rund 56 000 Einwohnern ist autonom, gehört aber zum dänischen Königreich. Es ist etwa sechsmal so groß wie Deutschland, ein Großteil der Fläche ist ständig von Eis bedeckt.

Lesen Sie hier: Grönland und USA – Donald Trump erwägt Kauf Grönlands

Für Washington könnte Grönland durch seine Lage in der Arktis, die Nähe zu Russland und wegen dort vermuteter Bodenschätze strategisch bedeutend sein.