Luxusturm in Stuttgart Hotel im Cloud-Hochhaus in neuer Hand

Von Josef Schunder 

Vom Hotel- und Luxuswohnturm Cloud No. 7 ist jetzt auch die untere Hälfte verkauft worden – an einen Immobilienfonds. Der Preis ist Geheimsache.

Im unteren Bereich des Gebäudes Cloud No. 7  ist das Hotel, das an einen Immobilienfonds verkauft wurde. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Im unteren Bereich des Gebäudes Cloud No. 7 ist das Hotel, das an einen Immobilienfonds verkauft wurde. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Ein wesentlicher Teil des 18-stöckigen Luxushochhauses Cloud No. 7 im Europaviertel hat den Eigentümer gewechselt. Der Verkauf des gesamten Hotelbereichs, von Einzelhandelsflächen und von 45 Autostellplätzen in der Tiefgarage durch die Frankfurter Unternehmensgruppe KanAm Grund sei jetzt bestätigt, meldeten Immobilienfachdienste am Donnerstag.

Spekuliert worden war darüber schon seit Monaten, nachdem das Unternehmen Anfang August selbst von einem Kauf in Stuttgart berichtet hatte, der einem neuen Immobilienfonds für institutionelle Anleger mit dem Namen „Fokus Süddeutschland“ diene. Genaueres wurde in der Pressemitteilung damals nicht genannt. Über den Kaufpreis wird auch jetzt noch Stillschweigen bewahrt. Branchenkenner gehen allerdings davon aus, dass es sich um einen Millionenbetrag fast in mittlerer zweistelliger Größe handeln könnte.

Baukosten summieren sich auf mehr als 80 Millionen Euro

Der Hotelbereich, in dem die Steigenberger-Hotelgruppe vor wenigen Tagen einen Betrieb der Marke Jaz in the City eröffnet hat, und die Einzelhandelsflächen nehmen ungefähr die untere Hälfte des rund 61 Meter hohen Turmes mit 18 Etagen und den Sockelbau ein. Das Hotel hat 166 Gästezimmer und Suiten. Im breiteren Sockelbau gibt es auch eine Bar mit Dachterrasse.

Die Etagen über dem Hotel sind nicht vom Kauf berührt. Sie gehören einzelnen Anlegern, die entweder kleine Apartments befristet an Kurzzeitmieter geben oder selbst in den Luxuswohnungen leben wollen, darunter VfB-Präsident Wolfgang Dietrich. Anfang Dezember waren manche dieser Wohnungen allerdings noch im Rohbauzustand.

Das Hotel konnte am Jahresanfang endlich die ersten Gäste begrüßen. Nach früheren Verzögerungen hatte der zuletzt für den 1. Dezember geplant gewesen Start wieder verschoben werden müssen. Das Baurechtsamt hatte vor der Freigabe des Hotelbereichs für den Betrieb noch auf bauliche Nachbesserungen gepocht.

Die Baukosten für den kompletten Hotel- und Luxuswohnturm, den die Schwäbische Wohnungs AG, entwickelt und realisiert hat, sind in der Vergangenheit – einschließlich Grundstückserwerb – mit 80 bis 83 Millionen Euro beziffert worden.

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