Malala besucht Pakistan Erste Rückkehr in die Heimat nach Attentat

Von red/AP 

Fünf Jahre nachdem die Taliban einen Anschlag auf sie verübt haben, ist die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Bei dem Besuch in Pakistan traf sie Ministerpräsident Shahid Khaqan Abbasi.

Mehr als fünf Jahre nach dem Taliban-Attentat auf sie ist die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai erstmals in ihre Heimat Pakistan zurückgekehrt. Foto: AP
Mehr als fünf Jahre nach dem Taliban-Attentat auf sie ist die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai erstmals in ihre Heimat Pakistan zurückgekehrt. Foto: AP

Islamabad - Mehr als fünf Jahre nach dem Taliban-Attentat auf sie ist die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai erstmals in ihre Heimat Pakistan zurückgekehrt. Sie traf am Donnerstag Ministerpräsident Shahid Khaqan Abbasi in dessen Büro in Islamabad, wie die Regierung mitteilte. Informationsministerin Maryam Aurangzeb und hochrangige Regierungsmitarbeiter seien dabei ebenfalls zugegen gewesen.

Ein Taliban-Kämpfer hatte der Bildungsaktivistin im Oktober 2012 im Nordwesten Pakistans auf dem Heimweg von der Schule in den Kopf geschossen und sie dabei schwer verletzt. Nach mehrmonatiger Behandlung wurde Yousafzai schließlich im März aus einer Klinik im britischen Birmingham entlassen. Die Taliban lehnen den Schulbesuch von Mädchen ab. Sie warfen Yousafzai vor, „westliche Ansichten“ zu verbreiten. Sie hatte sich für Bildung für Mädchen eingesetzt.

Strenge Sicherheitsvorkehrungen beim Besuch

Wenige Stunden vor ihrem Treffen mit Abbasi war Yousafzai am Benazir-Bhutto-Flughafen in Islamabad gelandet. Die 20-Jährige Studentin war unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zum Amtssitz des Ministerpräsidenten gebracht worden.

Pakistaner begrüßten Yousafzais Reise in ihre Heimat. Die Oppositionspartei von Imran Khan teilte mit, ihre Rückkehr sei ein Zeichen der Niederlage des Extremismus in dem Land. Marvi Memon, ein Spitzenpolitiker der Regierungspartei Muslimliga, sagte, es sei eine angenehme Überraschung, dass sie zurück in Pakistan sei.

Mohammad Hassan, ein Cousin Yousafzais in der nordwestpakistanischen Stadt Mingora, sagte, dies sei einer der glücklichsten Tage seines Lebens. Es sei nicht sicher, ob sie ihre Heimatstadt besuche.

Schwer bewaffnete Beamte als Begleitschutz

Schon bei der Ankunft am Flughafen hatten strenge Sicherheitsvorkehrungen geherrscht. Aufnahmen örtlicher Fernsehsender zeigten, wie Yousafzai und ihre Eltern von einem Fahrzeugkonvoi abgeholt wurden. In vielen der Wagen saßen schwer bewaffnete Beamte.




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