Nach einem Diebstahl im Edeka-Markt in Altdorf hat ein 33-Jähriger zwei Angestellte mit einem Messer bedroht. Der Mann fiel schon früher auf diese Weise auf.
Ein polizeibekannter und vermutlich psychisch kranker Mann sorgt in Altdorf mit seinem Verhalten seit Jahren immer wieder für Unruhe. Zuletzt war es mutmaßlich wieder derselbe 33-Jährige, der am Mittwoch gegen 9.40 Uhr im Edeka-Markt in Altdorf (Kreis Böblingen) eine bedrohliche Situation ausgelöst hat. Wie die Polizei berichtet, hatte er Lebensmittel gestohlen und anschließend zwei Angestellte mit einem Messer bedroht. Polizeibeamte nahmen den Mann vorläufig fest.
Der Tatverdächtige soll zunächst diverse Lebensmittel in seinen Rucksack gepackt und das Geschäft verlassen haben, ohne zu bezahlen. Eine 41 Jahre alte Kassiererin sprach ihn darauf an. Dennoch verließ der Mann laut Polizeibericht unter lautem Geschrei den Markt. Die Kassiererin und ein 25-jähriger Angestellter einer Bäckereifiliale vor Ort verfolgten und stellten ihn auf dem Parkplatz. Dort forderten sie ihn auf, seinen Rucksack zu öffnen. Daraufhin soll der Mann ein Messer gezogen und die beiden damit bedroht haben. Die Angestellten zogen sich daraufhin in das Geschäft zurück.
Die Polizei nahm den Tatverdächtigen bald darauf im Rahmen der Fahndung auf einem Feldweg zwischen Altdorf und Hildrizhausen vorläufig fest. In seinem Rucksack fanden die Beamten unter anderem Alkohol und Fleisch im Wert von rund 135 Euro. Die Polizisten beschlagnahmten das Messer. Der Mann wurde einem Haftrichter beim Amtsgericht Böblingen vorgeführt. Wie die Polizei weiter berichtet, erließ der Richter den von der Staatsanwaltschaft beantragten Unterbringungsbeschluss, setzte ihn in Vollzug und wies den Tatverdächtigen in ein psychiatrisches Krankenhaus ein.
Erst vor zwei Monaten, am 13. März, war der mutmaßlich selbe 33-Jährige auf ähnliche Weise aufgefallen, als er in Altdorf mehrere Passanten beleidigt und schließlich zwei Männern mit einem Messer bedrohte. Auch in den Jahren zuvor war der Mann in und um Altdorf immer wieder an solchen Vorfällen beteiligt. In der Folge wurde er dann vorübergehend in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Dieser Ansatz war aber offenbar nie von Dauer.
Anmerkung der Redaktion: In ihrem Bericht vom Mittwoch, 13. Mai, hatte die Polizei versehentlich geschrieben, der 33-Jähriger sei nach den polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Dies hat die Pressestelle des Polizeipräsidiums Ludwigsburg jetzt in einer aktualisierten Meldung korrigiert und sich für das Versehen entschuldigt.