Ausstellung von Marianne Kuntze-Wagner im Rathaus Marbach eröffnet
Am Sonntagvormittag wurde im Marbacher Rathaus die Ausstellung „Auf der Suche nach unseren Wurzeln“ von Marianne Kuntze-Wagner eröffnet. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich einen Eindruck von den Arbeiten der Künstlerin zu verschaffen.
Begrüßt wurden die Gäste von Franziska Wunschik, Erste Beigeordnete der Stadt Marbach. Sie stellte das Rathaus als offenen Ort für Begegnung und kulturellen Austausch in den Mittelpunkt und hob hervor, dass solche Ausstellungen das Rathaus als Ort öffnen, an dem Bürgerinnen und Bürger zusammenkommen. Das Rathaus werde so nicht nur als Verwaltungsgebäude wahrgenommen, sondern auch als Raum, in dem auch persönliche Themen sichtbar werden und zur Sprache kommen.
Marianne Kuntze-Wagner war als Lehrerin an der Tobias-Mayer-Schule tätig. Ihr künstlerisches Schaffen versteht sie als Ausdruck innerer Bilder, die sie als „Seelenlandschaften“ oder „Innenansichten“ beschreibt. Die Ausstellung greift damit Fragen von Herkunft, Identität und persönlicher Entwicklung auf.
Die gezeigten Acrylgemälde zeichnen sich durch mehrschichtige Farbaufträge und eine intensive, häufig leuchtende Farbigkeit aus. Schwungvolle, organisch wirkende Formen durchziehen die Bildflächen und verbinden einzelne Elemente miteinander. Wiederkehrende Linien und Verästelungen erinnern an Netzwerke oder Wurzelstrukturen, die sich über die gesamte Bildkomposition ausbreiten. Figuren, Körperfragmente und abstrakte Formen erscheinen dabei nicht isoliert, sondern in ein Gefüge von Beziehungen eingebunden. So entsteht eine Bildsprache, die wie ein fortlaufender Prozess erscheint und den Blick auf innere Zusammenhänge richtet. Ein Teil der Werke entsteht unter Einbeziehung der sogenannten Neurografik, einer Methode, die mit Linien und Verbindungen arbeitet und auf neuropsychologischen Ansätzen beruht.
Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von Fabrizio Capone und Hanna Littmann. Deren persönliche Beiträge griffen den durch die Bilder gesetzten Rahmen auf und schufen eine Verbindung zwischen künstlerischem Ausdruck, persönlicher Erfahrung und gemeinschaftlichem Erleben. In der Verbindung von musikalischem Beitrag, bildender Kunst und der Resonanz im Foyer wurde spürbar, was Franziska Wunschik in ihrer Begrüßung angesprochen hatte: Kultur entsteht hier aus der Bürgerschaft selbst.
Die Ausstellung „Auf der Suche nach unseren Wurzeln“ ist noch bis zum 31. Juli 2026 im Rathaus Marbach zu den Sprechzeiten der Verwaltung zu sehen.
Text: obleser publizistik
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