Vortrag von Roland Rapp

Der Steinkauz ist eine einheimische Eule, die mit einer Körpergröße von 20 bis ca. 28 cm eher zu den kleinen Eulen zählt. Er ist besonders auf alte Bäume mit geeigneten Bruthöhlen und extensiv bewirtschaftetes Dauergrünland für die Jagd angewiesen.

 

Das macht den Steinkauz zu einem typischen Streuobstwiesenbewohner. Seine bevorzugte Beute sind Mäuse und andere Kleinsäuger, aber auch kleine Amphibien und sogar Regenwürmer werden nicht verschmäht. Er jagt überwiegend auf dem Boden und kann tatsächlich recht gut rennen.

Wie viele Vogelarten leidet auch der Steinkauz unter schwindendem Lebensraum. Alte Streuobstwiesen fallen noch immer Gewerbegebieten, Straßenbau oder Wohnsiedlungen zum Opfer, außerdem verlieren Streuobstwiesen wegen mangelnder Pflege in zunehmendem Maße ihre alten Obstbaumhochstämme.

In Deutschland ist der Steinkauz deshalb auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten in der Vorwarnstufe gelistet.

Die Forschungsgemeinschaft zur Erhaltung einheimischer Eulen e.V. (FOGE) hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die Steinkauzbestände durch geeignete Bruthilfen zu stabilisieren und zu entwickeln. Ihr ist es zu verdanken, dass sich die Bestände in den vergangenen Jahren im Kreis Ludwigsburg deutlich erholt haben.

Roland Rapp von FOGE und BUND-Mitglied ist am Mittwoch, dem 11.März, mit einem besonderen Vortrag zu Gast im Treffpunkt Q in Marbach, denn er hat drei Jahre lang einen Steinkauzbrutplatz während der Brutzeit mit einer Wildtierkamera überwacht.

Mit Hilfe dieser Beobachtungen gibt er einen einzigartigen Einblick in die Kinderstube des Steinkauzes. Darüber hinaus zeigt er auf, welche Feinde am Brutplatz auf leichte Beute hoffen und welche „Besucher“ sonst noch vorbeischauen.

Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Im Anschluss findet die diesjährige Mitgliederversammlung des BUND-Marbach-Bottwartal statt.

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