Stiftung verweist auf Transparenz, Ehrenamt und lokale Verantwortung Dr. Michael Herzog, Vorsitzender der Bürgerstiftung Schillerstadt Marbach, schilderte im Verwaltungsausschuss, wie die Bürgerstiftung entstanden ist und wie der Stiftungsrat arbeitet. Die Stiftung wurde 2009 gemeinsam vom Stadtmarketingverein, der Stadt Marbach und der Kreissparkasse Ludwigsburg gegründet. Bis heute unterstützt sie Projekte und Initiativen in Marbach und den Stadtteilen.
„Wir verstehen uns als Bürger für Bürger in Marbach“, sagte Herzog. Gefördert werden Projekte aus Kultur, Bildung, sozialem Engagement sowie dem Umwelt- und Naturschutz. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem die Marbacher Tafel, die Jugendfeuerwehr, der Mitmachgarten, das therapeutische Reiten, ein inklusiver Bandworkshop, die Fair-Trade-Initiative und der Ukrainefonds unterstützt.
Herzog ging auch auf die Struktur der Stiftung ein. Die Bürgerstiftung wird treuhänderisch innerhalb der Stiftergemeinschaft der Kreissparkasse Ludwigsburg verwaltet. Entscheidungen über Förderungen treffe der Stiftungsrat gemeinschaftlich auf Grundlage der Errichtungsurkunde. Fördermittel werden ausschließlich für Projekte in Marbach eingesetzt.
Im Ausschuss erläuterte Herzog außerdem die Unterschiede zwischen Zustiftungen, allgemeinen Spenden und zweckgebundenen Zuwendungen. Gemeinsam mit der Stiftungstreuhand wird geprüft, ob zweckgebundene Spenden den Zielen der Stiftung entsprechen. Förderanträge werden im Stiftungsrat gemeinsam beraten und dokumentiert.
Der Stiftungsrat setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt, des Stadtmarketingvereins und der Kreissparkasse zusammen. Ihm gehören derzeit Bürgermeister Jan Trost, Hauptamtsleiter Jürgen Sack, Carla Döbele, Lorenz Obleser, Florian Gerlach und Michael Herzog an.
Mehrere Mitglieder des Verwaltungsausschusses würdigten die Arbeit der Bürgerstiftung ausdrücklich. Heike Breitenbücher von der CDU sowie Susanne Wichmann von Bündnis 90/Die Grünen hoben das langjährige ehrenamtliche Engagement der Stiftung hervor und warben mit ihren Wortmeldungen um Vertrauen in die Arbeit des Stiftungsrats und der Bürgerstiftung insgesamt.
„Die Bürgerstiftung genießt in vielen Bereichen der Stadt ein hohes Maß an Vertrauen“, bestätigte Herzog. Mehrfach wurde in der Ratsrunde betont, dass die Bürgerstiftung seit Jahren vollständig ehrenamtlich arbeitet und viele Projekte in der Stadt erst durch dieses Engagement möglich werden.
Herzog warb im Verwaltungsausschuss zugleich dafür, Anregungen unmittelbar mit dem Stiftungsrat zu besprechen. Die Bürgerstiftung arbeite vollständig ehrenamtlich und sei auf Vertrauen angewiesen. Dieses Vertrauen sei über viele Jahre durch konkrete Projekte und persönliche Verantwortung vor Ort gewachsen.
Herzog kündigte an, die Arbeit der Stiftung künftig noch offener darzustellen. Auf der Homepage finden sich inzwischen Informationen zur Förderpraxis, Förderanträge sowie Hinweise zur Errichtungsurkunde und zur Arbeitsweise des Stiftungsrats.
www.buergerstiftung-marbach.de
Lorenz Obleser
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