Der Solarverein Marbach stellt sein neues Labor auf dem Schulcampus gerne Interessierten bei regelmäßigen Führungen oder mit individueller Vereinbarung vor.

Nach mehr als 4 Jahren intensivster Planungs- und Finanzierungsvorbereitung, nach einer Bauphase, die für alle Beteiligten eine Fülle ganz neuartiger Herausforderungen mit sich brachte, nach mindestens 2.500 Stunden Eigenarbeit, nach der festlichen Einweihung im vergangenen Oktober, ist das neue Wasserstoff-Lernlabor beim Marbacher Gymnasium bereit für den regulären Einsatz. Zur endgültigen Freigabe für den Schulunterricht fehlt zwar immer noch ein kleiner Verwaltungsakt. Besucherinnen und Besucher dürfen sich aber im Labor schon umsehen, die Anlage im Betrieb beobachten und sich über die Bedeutung des Wasserstoffs für die Abkehr von der fossilen Energie- und Rohstoffwirtschaft informieren.

 

Bereits seit mehr als einem halben Jahr ist eine Arbeitsgruppe des Friedrich-Schiller-Gymnasiums und des Solarvereins intensiv dabei, Modelle für die Integration des Labors in die Lehre auszuarbeiten. Das Herunterbrechen der hohen technischen Komplexität der industriellen Anlage zur Erzeugung und Wiederverstromung von grünem Wasserstoff auf begreifbare Lernhäppchen - auf der jeweiligen Erkenntnisstufe der Schülerinnen und Schüler - ist ausgesprochen herausfordernd. Es soll ja gleichzeitig erfahrbar werden, wie sich Experimente aus schulischen Labors zu großtechnischen Prozessen transformieren – das ist ein wesentliches Anliegen der Einrichtung. Neben den eigentlichen Wasserstoffumwandlungen gibt es zahlreiche wichtige Seitenthemen wie Photovoltaik, elektrische Netze, Sensorik, modernste IT, Home-Automation, Sicherheitstechnik und mehr. Wenn Schülerinnen und Schüler daraus für sich Ideen zu ihrer beruflichen Zukunft schöpfen oder auch nur eine tragfähige Haltung zu Energie- und Klimafragen aufbauen, ist ein wesentliches Bildungsziel erreicht.

Genau diese vertiefte Beschäftigung mit Zukunftsvisionen, die für ein gutes Überleben der Menschheit zentral sind, will der Solarverein auch in der Gesellschaft fördern. Ein Besuch im Wasserstofflabor könnte Anstöße dazu geben. Es wird künftig öffentliche Führungen an jedem zweiten Samstag im Monat um 11 Uhr geben. Mehr dazu findet sich auf der Webseite www.solarverein-marbach.de. Der Verein macht aber auch gern individuelle Terminvereinbarungen für Gruppen von Interessierten bis hin zu Einzelpersonen. Weiterbildungsangebote für Handwerk, Industrie, gewerbliche Lehrer und andere Interessierte sind in Vorbereitung.

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