Marc Kienle, Trainer des VfB Stuttgart II „Wir werden jetzt alles analysieren“

Von Jürgen Frey 

Mit der Negativbilanz von zwölf Spielen hintereinander ohne Sieg hat sich Fußball-Regionalligist VfB Stuttgart II in die Winterpause verabschiedet. Trainer Marc Kienle zieht im Interview eine Zwischenbilanz und äußert sich zum weiteren Vorgehen.

Schwierige Phase mit dem VfB II: Trainer Marc Kienle. Foto: Baumann
Schwierige Phase mit dem VfB II: Trainer Marc Kienle. Foto: Baumann

Stuttgart - Der VfB Stuttgart II überwintert in der Fußball-Regionalliga auf einem Abstiegsplatz. Weiter geht es am 23. Februar 2019 mit dem Heimspiel gegen die SV Elversberg. Ob dann Neuzugänge für die Elf von Trainer Marc Kienle auflaufen werden, ist offen.

Herr Kienle, Ihr Team konnte auch im letzten Spiel vor der Winterpause die Negativserie nicht beenden. Warum?

Der 1. FC Saarbrücken ist ein Spitzenteam gegen das wir sicher nicht als Favorit ins Spiel gegangen sind. Aber wir haben dieser Topmannschaft mit viel Leidenschaft wirklich alles abverlangt. Das war eine sehr gute, hochanständige Leistung meiner Elf, die läuferisch alles gab. Der Auftritt war absolut in Ordnung.

Nur zu Punkten hat es wieder nicht gereicht.

Auch wenn der FCS nicht zwingend unsere Kragenweite ist, ein Punkt wäre drin gewesen. Wir haben uns nicht versteckt, hatten gute Umschaltmomente und haben immer wieder Nadelstiche gesetzt. Beim 1:2 waren wir nicht konsequent genug in der Verteidigung. Danach haben wir aufgemacht und durch einen Konter noch das 1:3 kassiert.

Den letzten Sieg des VfB II gab es am 8. September mit dem 3:2 beim FSV Mainz 05 II. Seit zwölf Spielen wartet Ihr Team nun schon auf einen Sieg. Hatten Sie persönlich in Ihrer Karriere schon einmal solch eine Negativserie erlebt?

Nein, noch nicht. Aber mir macht die Leistung aus dem Spiel in Saarbrücken Mut. Leider haben wir uns für unseren Aufwand nicht belohnt.

Ihr Kapitän Lukas Kiefer war erstmals nach seiner langen Verletzungspause wieder von Beginn an dabei. Dazu haben Sie auch noch den erfahrenen Tobias Werner im Mittelfeld. Ist aber nicht eine weitere Säule in der Innenverteidigung oder auch im Sturmzentrum nötig, um die Wahrscheinlichkeit auf den Klassenverbleib zu erhöhen?

Durch die Wechsel während der Saison von Nicolas Sessa und Alexander Groiß hatten wir zwei Leistungsträger weniger, zudem fehlten Lukas Kiefer, Jan Ferdinand und Benedict Dos Santos wochenlang verletzt. Meine Meinung ist bekannt. An diesem Dienstag werden wir, auch mit Thomas Hitzlsperger (Anm. d. Red.: Direktor Nachwuchsleistungszentrum), alles analysieren und unser weiteres Vorgehen festlegen.

Was waren für Sie die Lichtblicke?

Die ganz jungen Spieler wie José-Enrique Rios Alonso, David Grözinger, Oliver Wähling, David Tomic oder Pedro Allgaier haben schon eine positive Entwicklung genommen. Insgesamt kann ich der Mannschaft von ihrer Einstellung her keinen Vorwurf machen.

Hat die Mannschaft jetzt sofort Pause, und wann geht’s mit der Vorbereitung auf den Regionalliga-Wiederbeginn am 23./24. Februar los?

Wir haben an diesem Dienstag unser Weihnachtsessen. Am 10./11. Januar finden Leistungstests statt. Am 14. Januar beginnen wir mit dem Training.