Marie-Laurence Jungfleisch zu Gast in Stuttgart-Weilimdorf Gesundheit der Schüler rückt weiter in den Fokus

Von Martin Braun 

Die Deutsche Meisterin im Hochsprung, Marie-Laurence Jungfleisch, gab an der Wolfbuschschule den Startschuss für das Projekt „fit 4 future“ in Stuttgart. Stadtweit nehmen daran 41 Schulen teil. Ziel ist eine möglichst gesunde Entwicklung der Kinder.

Viele Spiel- und Sportgeräte hat Marie-Laurence Jungfleisch zum Auftakt des Projekts  überreicht. Bewegungscoach Frederic Trigault zeigt, wie man sie benutzt. Foto: Martin Braun
Viele Spiel- und Sportgeräte hat Marie-Laurence Jungfleisch zum Auftakt des Projekts überreicht. Bewegungscoach Frederic Trigault zeigt, wie man sie benutzt. Foto: Martin Braun

Weilimdorf - Dass Hans nicht mehr lernt, was Hänschen nicht gelernt hat, gelte nicht nur bei der Rechtschreibung, sondern auch hinsichtlich einer gesunden Lebensweise, sagte Tobias Tschinkel, Chef der Stuttgarter DAK-Gesundheit, am Dienstag in Turnhalle der Wolfbuschschule: „Schon im Grundschulalter wird die Basis für ein gesundes Erwachsenenleben gelegt.“ Gemeinsam mit der Cleven-Stiftung startete die DAK die Präventionsinitiative „Fit 4 Future“ an 41 Grund- und Förderschulen im Raum Stuttgart, die Auftaktveranstaltung dafür fand nun an der Weilimdorfer Grund- und Werkrealschule statt.

Insgesamt sollen 2000 Schulen in das Programm aufgenommen werden, sagte Malte Heinemann, Geschäftsführer der Cleven-Stiftung, Stuttgart sei die zehnte Stadt, in der man damit an den Start gehe. Neben der Bewegung seien auch die Ernährung sowie die psychische Gesundheit Teil des Konzepts bei „Fit 4 Future“, erklärte er. Und damit passe das Programm ideal zur Wolfbuschschule, meinte die Rektorin Petra Klingel, da sich vieles davon auch im Schulprofil und im Leitbild der Bildungseinrichtung wiederfinde. „Schule ist heute viel mehr als Unterricht“, sagte Klingel. Natürlich sei das Lehren nach wie vor die Hauptaufgabe des Kollegiums. Dazu müsse man aber die optimalen Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Kinder lernen könnten – und dazu gehöre eben auch, die gesunde Entwicklung der Kinder ganzheitlich zu betrachten. So gebe es an der Wolfbuschschule beispielsweise keinen Schulbäcker, sondern die älteren Kinder würden jeden Tag belegte Brote oder Müsli für alle Schüler zubereiten, berichtete Klingel. Zudem seien im Rahmen der Schulsozialarbeit die Prävention und die psychische Gesundheit zentraleThemen.

Ein wesentliches Element für eine gesunde Entwicklung sei aber, dass die Kinder sich ausreichend bewegen, sagte Klingel. Das betonte auch die aktuelle Deutsche Meisterin im Hochsprung, Marie-Laurence Jungfleisch, die das Projekt in Stuttgart unterstützt: „Ich bin selbst Erzieherin und weiß, wie wichtig es für Kinder ist, dass sie sich sehr früh schon viel bewegen.“ Daher kamen die Präsente gerade recht, die der Schule im Rahmen des Programms übergeben wurden: Eine ganze Tonne voller Spiel- und Sportgeräte. Doch das allein mache noch keinen guten Sportunterricht, meinte Jungfleisch rückblickend auf ihre eigene Schulzeit. Dafür brauche es auch motivierte Lehrer: „Wenn man wirklich von der Sache überzeugt ist, kann man das auch viel besser rüberbringen und dann haben die Schüler auch mehr Spaß daran.“ Und auch in der Hinsicht geht das Konzept des Programms offenbar auf: „Es ist quasi das i-Tüpfelchen auf dem, was wir an der Schule ohnehin schon machen und eine zusätzliche Motivation für uns“, sagt Eva Hawks, ein der beiden Lehrerinnen an der Wolfbuschschule, die das Programm betreuen.

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