Marienplatzfest in Stuttgart Der hippste Platz der Stadt wird erwachsen

Von sma 

Auch nach dem dritten Tag Marienplatzfest ist von weniger Besuchern nichts zu spüren. Im Gegenteil: Sie weichen sogar auf die Seitenstraßen aus.

Hipp, aber auch nicht mehr ganz so jung mittlerweile: typische Marienplatzfest-Besucher von heute. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart 17 Bilder
Hipp, aber auch nicht mehr ganz so jung mittlerweile: typische Marienplatzfest-Besucher von heute. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart

Stuttgart - Das Genörgel einiger Gastronomen, die Dichte der Straßenfeste in Stuttgart würde ihnen die Kundschaft wegnehmen, trifft zumindest für die Gastronomien im Umfeld des Marienplatzes während des Marienplatzfestes nicht zu. Hier ist es seit Donnerstag nämlich bisweilen so voll, dass die Besucherströme auch auf die Seitenstraßen ausweichen und der Biergarten im Arigato dann eben auch voll ist und sich damit anfühlt, als sei er einfach in das Straßenfest integriert. „Es ist superschön und zum Glück auch nicht mehr ganz so heiß wie Ende Juni“, sagt Peter Streibel, einer der Veranstalter.

Insgesamt erwecken die Besucher den Eindruck, ein bisschen älter zu sein als die jungen Menschen, die hier sonst ihren Lieblingsplatz in Stuttgart gefunden haben und wenn das Wetter es zulässt, die Tage auf den Stufen sitzend ausklingen lassen. Neue, angesagte Gastro und das Marienplatzfest selbst haben das Ende der Tübinger Straße in den vergangenen Jahren vom Drogentreff zum Junge-Leute-Treff gemacht – und langsam scheint er auch erwachsen geworden zu sein.

Man sitzt auf Paletten

Um das große Bierzelt am Haltestellenaufgang gab es – natürlich auch vegane – Speisen an Essensständen, statt Bierbänken sitzt man auf Paletten, auf einer Bühne gibt’s im Wechsel Indie-Live-Musik oder elektronische Musik vom DJ. In den späteren Abendstunden dann auch Kopfhörerpartys. Am Sonntag ist noch Kinderprogramm.

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Dass das Marienplatzfest so gut besucht ist, ist allerdings nicht neu. Und dass es den Besuchern so gut gefällt, dass sie am liebsten gar nicht mehr gehen wollen auch – in der Vergangenheit kam es vor, dass die Polizei den Platz ab 23 Uhr wegen der Nachtruhe räumen musste.

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