Mario Marino über das Sindelfinger Straßenfest „Das Straßenfest-Zügle hat sich bewährt“

War gut besucht: Die Feststadt Sindelfingen am Wochenende Foto: Stefanie Schlecht

Musik, Kulinarik, beisammen sein – Das Sindelfinger Straßenfest ist zu Ende. Welches Fazit zieht Mario Marino, neuer Vorsitzender des Vereins, für das interkulturelle Vorzeigefest der Stadt?

Böblingen: Martin Dudenhöffer (dud)

Regenschauer, eine Fußball-EM, ein Shuttlezug und eine neue Leitung – das Internationale Straßenfest in Sindelfingen sah sich in diesem Jahr einigen Besonderheiten ausgesetzt. Mario Marino, neuer Vorsitzender des Vereins ISF, der das interkulturelle Vorzeigefest organisiert, blickt zurück auf drei intensive Festtage.

 

Herr Marino, das erste Internationale Straßenfest unter Ihrer Ägide ist Geschichte. Welches Fazit ziehen Sie?

Ich bin sehr zufrieden. Wir haben geschafft, was wir schaffen wollten. Man muss aber sehen, die Zeit war knapp für uns, die Organisation in nur fünf Monaten zu schaffen, sehr sportlich. Ich hatte ja erst vor fünf Monaten entschieden, die Leitung zu übernehmen.

Ist zufrieden: Mario Marino Foto: privat

Wie war es für Sie persönlich, zum ersten Mal den Ton bei der Organisation und Durchführung anzugeben?

Ich war zuversichtlich, dass ich das meistern kann. Ich bin ein Organisationsmensch, mir macht eine solche Aufgabe Spaß. Natürlich hatte ich zuletzt viel Arbeit und wenig Schlaf, die Unterstützung aller hier tätigen, inklusive der Stadt, der Standbetreiber und der Gastronomen war aber sehr gut.

Was war die Besonderheit dieses Jahr – verglichen zu den 45 vorherigen Straßenfesten in Sindelfingen?

Ich denke, die Veränderung, die für alle Besucherinnen und Besucher am sichtbarsten war, war das Straßenfest-Zügle. Es führte um das Gelände herum als ein Shuttle. Mir war es ein Anliegen, dass die Gäste außerhalb parken, nicht mit dem eigenen Auto in die Innenstadt, sondern mit dem Zügle auf das Festgelände kommen. Das hat sich bewährt, die Bahn ist proppenvoll gewesen.

Wie war der Zuschauerandrang dieses Jahr?

Mit dem Besucheraufkommen sind wir sehr zufrieden. Das Fest wurde – wie jedes Jahr – sehr gut angenommen. Es kamen Menschen aus Sindelfingen, aber auch von außerhalb. Die Resonanz war überwiegend positiv. Dass es aber immer Verbesserungspotenzial gibt, ist klar. Wir rechnen immer mit 50 000 bis 70 000 Besuchern pro Tag. Am Ende macht das dann meistens rund 200 000 Festbesucher aus.

Gab es Zwischenfälle? Etwas, das die Polizei auf den Plan gerufen hat?

Das Festwochenende verlief nach meiner Einschätzung normal. Es ist nichts Außergewöhnliches geschehen. So wie bei Fußballspielen, bei denen nun mal viele Leute sind, gibt es auch auf dem Straßenfest mal ein Handgemenge. Mehr ist aber nicht passiert.

Welche Rolle spielten das teils schlechte (Regen-) Wetter und die derzeit laufende Fußball-Europameisterschaft?

Dass es am Samstag zwischen 13 und 18 Uhr so stark geregnet hat, hatte vielleicht leichte Auswirkungen. So ein Knallewetter wie im vergangenen Jahr kann aber auch nachteilig sein, wenn die Leute eher ins Freibad gehen. Ab 18 Uhr, als die Sonne schien, war alles super. Ich glaube auch, dass die EM nur eine untergeordnete Rolle bei der Durchführung des Straßenfests spielte.

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