Markgröningen Die Öffnung des Unterriexinger Bunkers rückt näher

Möglichst bald  möchte Roland Essig mit den Arbeiten im Bunker beginnen. Foto: factum/Archiv
Möglichst bald möchte Roland Essig mit den Arbeiten im Bunker beginnen. Foto: factum/Archiv

Der Gemeinderat billigt das Nutzungskonzept für den Unterriexinger Bunker, das Führungen an drei Tagen im Jahr vorsieht. Nun muss das Landratsamt die Pläne von Roland Essig und Heinz Schütt noch genehmigen. Dann kann die Erschließung beginnen.

Titelteam Stuttgarter Zeitung: Hilke Lorenz (ilo)
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Markgröningen - Das glaube ich erst, wenn es wirklich soweit ist“, sagt Roland Essig (55). Seit fast drei Jahren versuchen er und der Erligheimer Bauunternehmer Heinz Schütt (80) die Erlaubnis zu bekommen, einen Bunker der Neckar-Enz-Festung auf dem Unterriexinger Hohberg zu erschließen. „Wir haben ja nach all den Jahren nicht mehr daran geglaubt, dass es soweit kommt“, sagt Heinz Schütt.

Am Dienstagabend hat der Markgröninger Gemeinderat nun grünes Licht für ein Bauvorhaben zur Nutzung der unterirdischen Anlage im Gewann Hohberg gegeben, wie sie Schütt und Essig vorschlagen. Die beiden sind die Arbeitsgruppe Bunker 302. Der Name bezieht sich auf den gleichnamigen Bunker im Bietigheimer Forst, den die beiden schon vor Jahren für Besucher zugänglich gemacht haben und regelmäßig zum Tag des Denkmals öffnen.

Jetzt muss noch das Landratsamt zustimmen

Im Fall des Unterriexinger Bunkers muss nun noch das Landratsamt zustimmen. Denn er liegt in einem Landschaftsschutzgebiet und ist ein Kulturdenkmal. Ebenfalls noch zu klären sei die Frage der Parkplätze oder des Brandschutzes, erklärt der Markgröninger Stadtbaumeister Klaus Schütze. Das sei bisher nicht geschehen, da die Prüfungsergebnisse noch nicht vollständig vorliegen, sagt Annegret Kornmann vom Landratsamt. Erst dann könne entschieden werden. „Ist das geschehen, können wir den Vertrag über die Nutzungsüberlassung schließen“, sagt Schütze.

Der Bunker gehört zu der bereits in der Weimarer Republik geplanten Befestigungsanlage, welche die deutsche Westgrenze gegen Angriffe absichern sollte. Obwohl das Bauwerk fast 80 Jahre ist, ist es relativ gut erhalten. Viele der Wandbeschriftungen etwa sind unversehrt und neben vielen anderem für Bunker- und Geschichtsforscher durchaus interessant.




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