In Vaihingen ist am Freitag die 25. Solarbank in Stuttgart installiert worden. Doch wie geht es mit der Sanierung des Marktplatzes weiter?

Um wirklich darauf Platz zu nehmen, ist es aktuell zu kalt. Doch die neue Bank auf dem Vaihinger Markt hat einige Extras. So sind Anschlüsse vorhanden, um sein Handy zu laden, bei neueren Geräten funktioniert das auch mittels Induktion. Und das moderne Sitzmöbel bietet in einem Umkreis von etwa zehn Metern W-Lan.

 

Die am Freitagmittag offiziell ihrer Bestimmung übergebene Solarbank im Herzen Vaihingens ist die 25 ihrer Art in Stuttgart. Mit ihnen möchten die Stadtwerke Stuttgart in Kooperation mit der BW-Bank die Energiewende sichtbar machen. Die besonderen Sitzgelegenheiten sollen eine Art Botschafter sein und verdeutlichen, dass aus der Sonne nachhaltig Strom produziert und dieser dann gespeichert und genutzt werden kann. Der örtliche Bezirksbeirat und der Jugendrat hatten sich für die Solarbank in Vaihingen eingesetzt.

Immer wieder Verzögerungen bei der Sanierung des Vaihinger Marktes

Für den Bezirksvorsteher Kai Jehle-Mungenast ist sie auch ein Symbol für das Sanierungsgebiet im Vaihinger Zentrum. Denn der in die Jahre gekommene Marktplatz soll attraktiver werden und mehr Menschen zum Verweilen einladen. Der große Wurf lässt aber noch auf sich warten. Viele kleine Projekte, wie aktuell die Solarbank oder die 25 bunten Stühle, welche seit dem Herbst auf dem Platz stehen, sollen zeigen, dass es dennoch Stück für Stück vorangeht.

Bei dem Vor-Ort-Termin wurde aber auch deutlich, wo es noch hakt. Immer wieder fuhren Autos über den Platz. Erlaubt ist das nur in Ausnahmefällen. Darum fordert der Bezirk schon seit Langem eine Schranke. Doch die Genehmigung zieht sich bereits über mehrere Jahre. Im Frühjahr solle die Schranke nun endlich montiert werden, verkündete Teresa Hugendubel-Weißhardt vom Stadtplanungsamt. Auch für die hinter der Stadtbibliothek geplante Leseterrasse soll es dann einen neuen Anlauf geben. Sie sollte zunächst im Sommer 2021, dann 2022 eröffnet werden. Doch immer wieder gab es weiteren Abstimmungsbedarf zwischen verschiedenen Stellen, gebaut ist bis dato noch nichts.

Und dann ist da noch das teils marode Straßenpflaster auf dem Vaihinger Markt. Dieses ist so anfällig, dass dem Tiefbauamt schon vor einiger Zeit die passenden Pflastersteine für die Reparatur ausgegangen sind. Seitdem werden kaputte Flächen einfach nur noch versiegelt. Die weiße Pracht dieser Tage ist da von Vorteil: „Auf die Weise haben wir wieder eine einheitliche Bodenplatte“, sagte Kai Jehle-Mungenast mit einem gewissen Zweckoptimismus.