Martin Kind über VfB-Präsident Dietrich „Er hat eine Strategie“

Von red/dpa 

Der Ex-Präsident und Mehrheitsgesellschafter von Mitabsteiger Hannover 96 ist von der Kritik an Präsident Wolfgang Dietrich vom VfB Stuttgart nicht überrascht. Auch Kind wird seit Jahren von den eigenen Fans kritisch gesehen.

„Wer sich in das Haifischbecken Bundesliga begibt, ist eine Person der Öffentlichkeit“, so Kind. Foto: dpa
„Wer sich in das Haifischbecken Bundesliga begibt, ist eine Person der Öffentlichkeit“, so Kind. Foto: dpa

Hannover/Stuttgart - Martin Kind ist von der Kritik an Präsident Wolfgang Dietrich vom VfB Stuttgart nicht überrascht. Auch der Ex-Präsident und Mehrheitsgesellschafter von Mitabsteiger Hannover 96 wird seit Jahren von den eigenen Fans kritisch gesehen. Seinem ebenfalls umstrittenen Kollegen Dietrich droht bei der VfB-Mitgliederversammlung am Sonntag nicht nur wegen des Abstiegs in die 2. Fußball-Bundesliga sogar die Abwahl.

„Wenn man Verantwortung in Bundesliga-Vereinen übernimmt, dann hat man breite Spielwiesen und vielfältige Meinungen - mit und ohne Kompetenz“, sagte Kind der Deutschen Presse-Agentur. „Aber Wolfgang Dietrich ist bereit, Verantwortung zu übernehmen, er hat eine Strategie. Das erfordert natürlich Stehvermögen und wichtig ist, dass man von der Strategie überzeugt ist. Man muss versuchen, die Mitglieder und Gremien auf diesem Weg mitzunehmen.“

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Der Antrag auf Abwahl von Dietrich steht auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung der Schwaben. Um sie zu erwirken, müssten mindestens 75 Prozent der anwesenden Mitglieder für eine Abwahl stimmen. „Wer sich in das Haifischbecken Bundesliga begibt, ist eine Person der Öffentlichkeit. Dann kennt man die Spielregeln, dass man letztlich gelobt, aber viel öfter kritisiert wird“, sagte Kind.