Massaker in Butscha Mit Entsetzen allein ist es nicht getan
Nach dem Massaker an Zivilisten in der Ukraine braucht es mehr Sanktionen und Aufklärungsarbeit in Russland, kommentiert Christian Gottschalk.
Nach dem Massaker an Zivilisten in der Ukraine braucht es mehr Sanktionen und Aufklärungsarbeit in Russland, kommentiert Christian Gottschalk.
In Moskau wird in diesem Krieg gelogen, dass sich die Balken biegen, aber auch in Kiew werden die Tatsachen bei manch einer Nachricht etwas verdreht. Wenn aber nach dem Rückzug der russischen Truppen Dutzende, wenn nicht gar Hunderte von toten Zivilisten auf den Straßen Butschas gefunden werden, dann gibt es keinen Zweifel. Dann ist es aberwitzig, für diese Taten jemanden anderen zu verdächtigen als eben die abgezogenen Angreifer. Dabei handelt es sich um abscheuliche, menschenunwürdige Kriegsverbrechen. Begangen von russischen Soldaten, verantwortet vom russischen Präsidenten samt seiner Entourage.
Das weltweite Entsetzen ist den Ukrainern sicher. Es gibt fast schon einen Überbietungswettkampf an verbaler Verdammnis von all jenen, die in der westlichen Welt politische Verantwortung tragen. Das reicht aber nicht. Es braucht nicht nur mehr Sanktionen, es braucht auch eine massive Aufklärungskampagne für das russische Volk. Längst überfällig ist eine konzertierte Aktion über soziale Medien, um den Menschen in Russland zu zeigen, was für ein Schlächter ihr Präsident ist. Viele Russen vermuten bereits, dass etwas nicht stimmt.