Maßnahmen des Gartenamtes in Stammheim Geld ist vorhanden, doch das Personal knapp

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Andreas Hellmann vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt hat im Bezirksbeirat bereits verwirklichte und geplante Maßnahmen seiner Behörde vorgestellt. Die finanzielle Ausstattung ist so gut wie selten zuvor.

Der Spielplatz an der Segelfalterstraße wurde für knapp 14 000 Euro wieder auf Vordermann gebracht; er erhielt unter anderem eine neue Wippe und Drehschreibe. Foto: Chris Lederer
Der Spielplatz an der Segelfalterstraße wurde für knapp 14 000 Euro wieder auf Vordermann gebracht; er erhielt unter anderem eine neue Wippe und Drehschreibe. Foto: Chris Lederer

Stammheim - Der Bezirksleiter des Garten-, Friedhofs und Forstamtes (GFF) hatte den Stammheimer Lokalpolitikern Positives aus den Jahren 2016/17 zu berichten: Auf dem Spielplatz am Goldkäferweg wurde eine Wasserspielanlage installiert sowie eine Tischgruppe für rund 8800 Euro. Und auch der Weg sei erneuert worden. An der Poppenweilerstraße wurde ebenfalls eine Wasserpumpe aufgebaut, darüber hinaus noch ein Vogelnest-Karussell. Kostenpunkt: knapp 11 000 Euro. Auf dem Spielplatz an der Segelfalterstraße wurden für 13 800 Euro neben einer neuen Drehscheibe auch eine neue Wippe aufgebaut.

Ein weiteres großes Thema im Stadtbezirk waren die Maßnahmen für die geschützten Wildbienen im Gebiet Langen-äcker-Wiesert, wo derzeit ein Neubaugebiet entsteht. Dort wurden für gewisse Gattungen Lehmhaufen und Abbruchkanten im Erdreich geschaffen. „Wir haben mit der Wildbienen-Spezialistin Inge Bischoff auch Requisiten ausgelegt – Wurzelstümpfe, Äste, Zweige, Brombeerranken und Röhren“, sagte Hellmann. Auch das Aussäen bestimmter Blumenarten unterstütze den Erhalt der Bienen am Standort, und gebe überdies noch ein schönes Bild ab, was er den Lokalpolitikern mit einem aktuellen Foto belegte. „Diese Wiesen sind doch ein fantastischer Anblick, eine Augenweide.“

Ein weiterer schöner Anblick böten die Außenanlagen der Kindertagesstätte an der Ottmarsheimer Straße 45. Hier seien mehr als 420 000 Euro hineingeflossen. Die Außenanlagen des neuen Feuerwehrmagazins seien vom GFF als dem zuständigen Fachamt ebenfalls „erfolgreich erledigt“ worden. Die Arbeiten rings um das Gerätehaus hätten laut Hellmann mit 37 000 Euro zu Buche geschlagen.

Der Personalmarkt ist leer gefegt

„Wir haben 34 Bäume im letzten Winterhalbjahr gepflanzt – in der Hauptsache als Ersatzpflanzung“, erklärte der Bezirksleiter. Er dankte in diesem Zusammenhang dem Stuttgarter Gemeinderat, der im Haushalt „die entsprechenden Mittel und Personalstellen aus dem Stadtetat zur Verfügung gestellt hat, dass wir Bäume entsprechend zeitnah nachpflanzen können, wenn Bäume ausfallen“. Leider habe man für die freien Stellen noch kein geeignetes Personal gefunden. „Die Verfahren sind relativ langwierig, auch weil der Markt leer gefegt ist. Das bereitet uns durchaus Schwierigkeiten.“

Mit „verhältnismäßig geringem Aufwand“ habe man Anfang dieses Jahres den Freihofplatz aufgewertet. Für 13 000 Euro wurden Müllbehälter aufgestellt, Beete erneuert, Schmierereien entfernt, Bänke saniert und Beläge ausgebessert sowie ein Geländer montiert. Ein weiterer Punkt auf Hellmanns Liste: der jüngst eingeweihte erneuerte Bolzplatz vor der Flüchtlingsunterkunft an der Ottmarsheimer Straße. 7000 Euro habe die Rasensanierung gekostet, wovon 3500 Euro an Spenden durch die Bundestagsabgeordnete Karin Maag gesammelt worden seien.

Großbaustelle Grünanger in Langenäcker-Wiesert

Geplant sei für Ende 2018 der Grünanger in Langenäcker-Wiesert für 540 000 Euro. In den Jahren 2018/19 soll der Spielplatz an der Segelfalterstraße noch eine Kombispielanlage für 25 000 Euro erhalten. Die Grünanlage an der Münchinger Straße soll ab November für 30 000 Euro erneuert werden. Ein vergleichsweise kleines Vorhaben, das aus dem Kindergipfel entsprungen ist, ist die Überdachung an der Obstpresse auszutauschen.

Der Bolzplatz vor dem Jugendhaus soll im Frühjahr kommenden Jahres einen neuen Belag erhalten. Obendrein werde in Stammheim damit begonnen, alle Spielplätze im Ort mit neuen Hinweisschildern zu versehen – eine Maßnahme, die mittelfristig an allen Spielplätzen und Grünanlangen der Stadt umgesetzt wird.

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