Maßnahmen gegen Hitze Acht Plätze in Stuttgart bekommen kurzfristig mehr Schatten

Diese beiden wollen offenbar Sonne tanken. Es gibt allerdings Tage im Sommer, da ist Schatten eigentlich die einzige Option. Foto: dpa/Anne Stein

Es ist eine Sofortmaßnahme: Die Stadt investiert rund eine Viertelmillion Euro, um acht Plätze in Stuttgart besser gegen Hitze zu wappnen. Für den Südheimer Platz ist etwas Besonderes geplant.

Klima & Nachhaltigkeit: Judith A. Sägesser (ana)

Das Ziel war, dass aus den Plänen bereits in diesem Sommer Wirklichkeit wird. Und das scheint zu klappen. Um für Hitzetage mehr Schattenplätze in der Stadt zu schaffen, investiert die Verwaltung nun rund eine Viertelmillion Euro.

 

Ausgesucht haben sich die Fachleute insgesamt acht Plätze in der Stadt, an denen sich zeitnah etwas ändern soll. Bei einem ist sogar eine in Stuttgart bislang seltene Maßnahme vorgesehen.

Diese acht Plätze wurden ausgewählt

Die Stadt macht mit dem Geld dreierlei, wie der Tiefbauamtsleiter Jürgen Mutz am Freitag im Ausschuss für Klima und Umwelt erklärte: Sie kauft insgesamt 20 Sonnenschirme, ein Sonnensegel und 19 Sitzgelegenheiten. Die acht Plätze, die besser vor der Sonne abgeschirmt werden sollen, sind der Hans-Scharoun-Platz (Rot), der Europaplatz (Möhringen), der Südheimer Platz (Süd), der Marga-von-Etzdorf-Platz (Bad Cannstatt), der Bismarckplatz (West), der Ostendplatz (Ost), der Löwenplatz (Weilimdorf) sowie der Rathausplatz in Degerloch. Der Südheimer Platz soll ein 120 Quadratmeter großes Sonnensegel bekommen, so Mutz.

Die Stadt schafft die Schirme samt Betreiber an. In der Regel seien sie rund um die Uhr aufgespannt, erläuterte der Leiter des Tiefbauamts. Müssten sie aufgrund stürmischer Wetterlage geschlossen werden, kümmere sich der Dienstleister. Man wolle zunächst Erfahrungen sammeln. Künftig könne man sich auch Lösungen mit Pergolen vorstellen.

Während es von den meisten Fraktionen im Klimaausschuss Lob für die schnelle Umsetzung gab, hatten die Grünen dann doch noch grundsätzliche Kritik. „Die Idee war ja auch mehr Grün, vielleicht kombiniert mit Photovoltaik“, sagte Gabriele Munk. Das fehle. „Da müssen wir ergänzend noch einen Zahn zulegen.“

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