Master-Studium Vollzeit MBA nicht mehr gefragt

Von Claudia Treml 

Die Liste der US-Universitäten, die ihr Vollzeit-Studium Master of Business Administration abschaffen wollen, ist lang. Aber warum wird dieses zweijährige MBA-Studium, das traditionell als das Kernprogramm an amerikanischen Universitäten galt, aus dem Verkehr gezogen?

 Foto: magele-picture/Fotolia
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Im August 2017 gab auch das Tipple College of Business an der University of Iowa bekannt, sein Vollzeit-Studium MBA einzustellen und nun verstärkt auf berufsbegleitende MBA- und spezialisierte Master-Programme zu setzen.

Die Nachfrage am Markt spricht eine deutliche Sprache: Für ein Master-Studium soll der Job nicht an den Nagel gehängt werden müssen. Das verlangen sowohl Mitarbeiter, die sich weiterqualifizieren wollen, als auch die Unternehmen. Inzwischen entfallen in den USA 91 Prozent der Einschreibungen auf MBA-Studiengänge in den berufsbegleitenden Professional- und Executive-MBA-Programmen.

Häufig bevorzugtes Studienmodell

Durch die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten schrumpft die Zahl der MBA-Studienanfänger weiter. Nicht wenige internationale Bewerber dürften deshalb vor einem Studium an einer amerikanischen Universität zurückschrecken. Auch wollen sich immer weniger Amerikaner hoch verschulden. Sie bevorzugen daher berufsbegleitende Studienprogramme. Denn dabei wird zumindest der Verdienstausfall vermieden.

In Deutschland entscheiden sich 71 bis 85 Prozent der MBA-Studierenden für ein berufsbegleitendes Studienmodell.