Matratze entsorgen Wie, wann und wo?

Von Lukas Böhl  

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie und wo Sie Ihre alte Matratze fachgerecht entsorgen und wann es Zeit für eine neue ist.

Auf die Straße darf die Matratze nur gestellt werden, wenn eine Sperrmüllabholung ansteht. Foto: Spreewald-Birgit / shutterstock.com
Auf die Straße darf die Matratze nur gestellt werden, wenn eine Sperrmüllabholung ansteht. Foto: Spreewald-Birgit / shutterstock.com

Ob durchgelegen oder fleckig: Wenn die alte Matratze ausgedient hat, darf sie auf keinen Fall einfach auf die Straße gestellt werden. Diese drei Möglichkeiten haben Sie, um sie fachgerecht zu entsorgen.

1. Matratze als Sperrmüll entsorgen

Wenn Sie es nicht eilig haben, die Matratze zu entsorgen, warten Sie auf die örtliche Sperrmüllabfuhr. Je nach Kommune fallen hier Kosten zwischen 20 und 50 Euro an, sofern die Abholung nicht kostenlos ist. Eine weitere Möglichkeit wäre die außerplanmäßige Abholung mit Voranmeldung. Diese kostet zwar mehr, wird aber in der Regel innerhalb von drei bis vier Wochen ausgeführt.

2. Auf dem Wertstoffhof entsorgen

Soll die Matratze direkt weg, bringen Sie sie zum örtlichen Wertstoffhof. Für den Transport können Sie die Matratze einrollen bzw. Federkern-Modelle einklappen. Haben Sie kein eigenes Auto, rufen Sie ein örtliches Taxiunternehmen an und fragen Sie, ob der Transport der Matratze mit einem Großraumtaxi möglich ist. In vielen Großstädten gibt es außerdem spezielle Möbeltaxis, welche die Matratze zum Wertstoffhof befördern können. Allerdings ist es fraglich, ob sich der Kostenaufwand für eine einzelne Matratze lohnt.

3. Über den Händler entsorgen lassen

Wenn Sie ohnehin eine neue Matratze kaufen, fragen Sie beim Händler, ob er die alte bei der Anlieferung mitnimmt. Meistens kostet dieser Service einen kleinen Aufpreis, welcher in der Regel jedoch nicht höher ausfällt als die Kosten für das Entsorgen über den Sperrmüll.

Wie oft sollte man die Matratze tauschen?

Der TÜV Rheinland empfiehlt, eine Matratze alle sieben bis zehn Jahre zu wechseln. Das liegt vor allen Dingen daran, dass die Matratze mit den Jahren Liegekuhlen ausbildet, die die Schlafqualität beeinträchtigen können. Die Rücken- und Nackenmuskulatur wird nicht mehr richtig gestützt, wodurch es zu Verspannungen und Schmerzen kommt. Ein weiterer Grund, die Matratze zu wechseln, ist die Hygiene. Schweiß und Hautschuppen bilden einen Nährboden für Bakterien und Milben. Sollten Sie Stockflecken erkennen oder einen muffigen Geruch wahrnehmen, ist es höchste Zeit, die Matratze zu entsorgen. Um die Haltbarkeit Ihrer Matratze zu verlängern sollten Sie sie regelmäßig auslüften und viermal im Jahr wenden, um die Liegekuhlen auszugleichen.

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