InterviewMatthias Hahn „Der Rosensteintunnel ist sein Geld wert“

Von Thomas Braun und Wolfgang Schulz-Braunschmidt 
Am Ende wird man sagen: Er war es wert. Der Neckarhafen ist ein Logistikschwerpunkt in der Stadt, an der B 10 liegen viele der wichtigsten Gewerbegebiete. Auf welcher Route kommen wir also aus dem Neckartal nach Westen und umgekehrt? Der Umweg um die Wilhelma ist überaus unbefriedigend.
Aber gilt nicht auch der Grundsatz, dass neuen Straßen oder Tunnels auch neuen Verkehr anziehen?
Man kann da gegensteuern. Wir bauen keine Autobahn. Es gibt dort mehrere ebenerdige Kreuzungen, und es gilt Tempo 50 zwischen Gaskessel und Friedrichswahl. Zudem sind zahlreiche Begleitmaßnahmen geplant, die Schleichverkehr durch angrenzende Stadtteile verringern sollen.
2006 wuchs Ihnen das Amt des Umweltbürgermeisters zu. In der Funktion haben Sie etwa den Rahmenplan Halbhöhenlage vorgelegt. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden?
Das ist eine wunderbare Richtschnur für Bauherren, wenn sie mit überzogenen Bauanträgen vorstellig werden. Da werden an Neubauvorhaben strengste Maßstäbe angelegt, um die Kaltluftschneisen frei zu halten, die den Talkessel mit Frischluft versorgen. Im Grundsatz wird das von den Bauherren auch respektiert und akzeptiert.
Jetzt wartet der Ruhestand: Was macht der Bürger Matthias Hahn künftig ohne Kommunalpolitik?
Zunächst einmal bin ich ja noch gewählter Regionalrat und Sprecher der SPD-Fraktion im Planungsausschuss. Da agiere ich jetzt als Bürger Hahn. Ansonsten freue ich mich darauf zu reisen.

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