Max-Eyth-See in Stuttgart-Hofen Zerstörtes Sonnensegel wird ersetzt

Von Edgar Rehberger 

Das Sonnensegel, das von Unbekannten am Max-Eyth-See zerstört wurde, soll im kommenden Frühjahr ersetzt werden. Das Projekt Klassenzimmer am See wird fortgeführt.

Das zerstörte Sonnensegel beim Klassenzimmer am See ist inzwischen abmontiert.Foto: Edgar Rehberger

Hofen - Unbekannte haben am Wochenende das Sonnensegel am Max-Eyth-See zerstört, das dem Projekt Klassenzimmer am See Schatten spendet. Seit 2009 gibt es das Projekt, das im Rahmen von „Der Max-Eyth-See soll sauberer werden“ entstanden ist. Kabarettist Christoph Sonntag, diplomierter Landschaftsarchitekt, gründete 2007 eine eigene Stiftung und wollte den See mit Frischwasser versorgen und sauberer machen.

Zusammen mit vielen Projektpartnern ist ihm dies gelungen. Weitere Aktionen folgten, unter anderem das Klassenzimmer am See. 72 Auszubildende, Meister- und Technikerschüler aus verschiedenen Garten- und Landschaftsbaubetrieben gestalteten die Fläche, auf der von April bis September Schulklassen und Gruppen das Thema Wasser in all seinen Facetten erleben können. In diesem Jahr wurde das Klassenzimmer am See, das mehrere Auszeichnungen erhielt, bereits 29 Mal genutzt.

„Tja, was soll man da sagen“, schüttelt Christoph Sonntag den Kopf. „Es gibt einfach ein paar Menschen, die immer wieder ihre Kraft, ihren Mut und ihre Zeit dazu einsetzen, die Welt ein bisschen besser zu machen und es gibt andere, die diese Arbeit sinnlos torpedieren. Für uns ist das kein Grund aufzugeben.“ Eine Gruppe von 12 bis 15 Personen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren soll in der Nacht auf Sonntag dort lautstark gefeiert haben. Mitarbeiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes entdeckten das zerstörte Segel am Montag bei ihrer Kontrolle nach dem Wochenende, erstatteten Anzeige gegen unbekannt und meldeten den Vorfall auch der Stiphtung Christoph Sonntag. Es entstand Schaden in Höhe von 4000 bis 5000 Euro. Das zerstörte Sonnensegel ist bereits abmontiert und wird im Frühjahr ersetzt. Beschädigungen gab es in den vergangenen Jahren immer wieder, die aber mit geringem Aufwand repariert werden konnten. Die Polizei, der noch keine neuen Erkenntnisse zur Tat vorliegen, sucht weiter nach Zeugen. Hinweise von Zeugen können an die Telefonnummer 89  90-37 00 gerichtet werden.