Es ist eines der bedeutendsten Barockschlösser Deutschlands – und jetzt auch auf zwei Medaillen zu finden, die den Auftakt zu einer ganzen Monarchieserie bilden: das Residenzschloss Ludwigsburg.

Wer eine davon haben möchte, sollte nicht allzu lange warten. Denn die Sonderprägung der Medaille mit dem Motiv des Alten Corps de Logis auf der Vorderseite und dem württembergischen Wappen auf der Rückseite ist nur in limitierter Auflage zu haben. Bei der Variante in Feinsilber 999 sind dies zwar immerhin 1000 Stück, bei der Prägung in Feingold 999,9 aber nur 100 Exemplare, die aufwendig per Hand und auch nur auf Bestellung gefertigt werden. Dass bei entsprechender Nachfrage auch noch ein 101. oder gar ein 102. Exemplar gefertigt wird, schloss Leif Burghard, der Geschäftsführer des herstellenden Unternehmens Euromint, aus.

Das Residenzschloss Ludwigsburg als eine der größten barocken Anlagen Deutschlands bildet den Auftakt der neuen Medaillenkollektion „Auf den Spuren der Monarchie“, die von der Firma Euromint zusammen mit der Stuttgarter Zeitung erarbeitet worden ist. Das im Norden gelegene Alte Corps de Logis wurde als Motiv gewählt, weil sein Format leichter auf eine Münze zu bringen ist als die breite Südfront.

Würdiger Beginn einer edlen Kollektion

„Wir haben uns gemeinsam überlegt, was eine schöne Kollektion in der Region wäre“, sagte Burghard bei der offiziellen Vorstellung der neuen Medaillen im Bacchussaal des Schlosses. Und da sei man sehr schnell beim barocken Prunkstück Ludwigsburgs gelandet – „ein würdiger Beginn einer edlen Kollektion“, so Burghard. Das fand auch Vanessa Neu, die stellvertretende Leiterin der Schlossverwaltung. Sie betonte, solch eine Medaille sei auch ein schönes Erinnerungsstück für Schlossbesucher. Allerdings: Die Medaillen, die jeweils eine Viertelunze wiegen und 69 Euro (Silber) beziehungsweise 999 Euro (Gold) kosten, sind vor Ort nicht erhältlich. Sie können ausschließlich online über https://www.shop711.de bezogen werden. „Bei uns müssten die an der Kasse verkauft werden; da ist so etwas Kleines und Wertvolles schnell mal verschwunden“, erklärte Neu.

Die Folgemotive der Serie, die im Abstand von jeweils etwa vier bis sechs Wochen veröffentlicht werden sollen, zeigen das Schloss Hohenheim, das Neue Schloss Stuttgart, Schloss Monrepos und Schloss Solitude. Den Abschluss der Monarchie-Kollektion bildet dann eine Collage aller fünf Schlösser.

Kein neuer Ressourcenverbrauch dank Recyclingmaterial

Hergestellt werden die Medaillen in der höchsten Prägequalität polierte Platte in Bochum, wo auch die Prägestempel graviert wurden; die Rohlinge allerdings stammen aus Pforzheim. Und: „Es wird ausschließlich Recycling-Material genutzt“, betonte Burghard. Das schone Umwelt und Ressourcen gleichermaßen.

Er gehe davon aus, dass die Medaillen mit dem Residenzschloss „gut laufen“, so Burghard weiter, denn das sei doch auch emotional besetzt. Auch für die teureren aus Gold sieht er keine Probleme. „Erfahrungsgemäß wird hier in der Region Gold nachgefragt.“

Indes: Trotz des derzeit steigenden Goldpreises sei eine solche Medaille als Anlageobjekt das falsche Produkt. Das liege zum einen daran, dass dafür, anders als bei Anlagegold, Mehrwertsteuer zu entrichten sei. Zudem liege der Materialwert der Medaille nur etwa bei 650 Euro; der Rest entfalle auf die aufwendige Fertigung. „Deshalb arbeiten wir auch nicht mit Wertsteigerungsversprechen“, sagt Burghard.