Medizin Wasserbewohner unter Strom

Von Roland Knauer 

Anatomie
Electrophorus electricus – bereits der wissenschaftliche Name der bis zu 20 Kilogramm schweren und mehr als zwei Meter langen Zitteraale weist auf ein sehr ungewöhnliches Organ hin. Der Fisch hat Muskelzellen so umgebaut, dass sie sich nicht mehr bewegen können und stattdessen elektrischen Strom erzeugen. Dieses elektrische Organ bedeckt rund 80 Prozent seines Körpers.

Angriff Stromstöße setzt der Zitteraal nicht nur ein, um Beute zu betäuben, sondern auch zur Verteidigung gegen Angreifer wie Kaimane oder Jaguare. Dazu schnellt er seinen Kopf aus dem Wasser und drückt ihn gegen den Feind, den er auch mit dem Schwanz berührt, um so den Stromkreis zu schließen.

Vielfalt Rund 250 Fischarten wie Zitterwelse und Zitterrochen haben ebenfalls elektrische Organe entwickelt. Mithilfe der so erzeugten Stromstöße orientieren sich die Tiere auch im trüben Wasser oder suchen einen Partner zur Fortpflanzung.