Medizin der Zukunft Ein digitales Double des eigenen Körpers

Von Leonie Rothacker 

Jeden Patienten individuell behandeln – das sollen digitale Zwillinge in der Medizin möglich machen. Am Uniklinikum Heidelberg gibt es bereits personalisierte Computermodelle des Herzens. Doch das soll erst der Anfang sein.

Computermodelle sollen auch im Kampf gegen Herzkrankheiten helfen. Foto: Fotolia/Harald Richter
Computermodelle sollen auch im Kampf gegen Herzkrankheiten helfen. Foto: Fotolia/Harald Richter

Stuttgart - Stellen Sie sich vor, es gäbe ein Computermodell von Ihnen, das Ihren Körper eins zu eins nachbildet. Alle physiologischen Vorgänge könnten simuliert und nachvollzogen werden. So ein Modell könnte gesundheitliche Probleme erkennen, lange bevor Ihr Arzt sie bemerken würde. Es könnte Krankheitsverläufe präzise vorhersagen und die Erfolgsaussichten einer Therapie einschätzen. Jede Behandlung könnte individuell erfolgen – der Computer wäre zum Beispiel in der Lage, die Medikamentenkombination zu finden, auf die Sie persönlich am besten ansprechen. Eine Operation könnte vorab simuliert werden, um herauszufinden, ob sie zum gewünschten Ergebnis führen wird. Nebenwirkungen einer Therapie könnten vorher identifiziert und so vermieden werden.

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