Medizin Medikamente gegen Sodbrennen und Co.

Von Gerlinde Felix 

Hemmer
Patienten mit Verätzungsstellen in der Speiseröhre und Menschen, die regelmäßig entzündungshemmende Schmerzmittel wie Diclofenac und Ibuprofen einnehmen und deshalb Magenblutungen hatten, sollten langfristig sogenannte Protonenpumpeninhibitoren (PPI) verwenden. In jedem Fall ist es ratsam, Übergewicht abzubauen und spätes und zu stark gewürztes Essen zu meiden. Wird PPI langfristig eingenommen, sollte zwischendurch eine Blutbilduntersuchung gemacht und gegebenenfalls Vitamin B12 eingenommen werden.

Schutzmantel
Säurebindende Substanzen aus Algen, sogenannte Alginate, können sich wie ein Mantel auf den Magensäurefilm am Magenausgang legen. Natriumalginat bindet die Salzsäure im Magen innerhalb weniger Minuten und bildet ein zähflüssiges Gel. Der gelartige Alginatmantel wirkt wie eine Barriere zur Speiseröhre hin. Es treten keine Verdauungsbeschwerden auf. Wer nierenkrank ist oder eine eingeschränkte Nierenfunktion hat, sollte keine Alginate verwenden. Die Hinweise zur Einnahme im Beipackzettel sind zu beachten.

Antazida
Antisäuremittel (Antazida), die Aluminium oder Kalziumkarbonat enthalten, können Verstopfung verursachen. Bei Antazida mit dem Wirkstoff Hydrotalcit sowie Magaldrat werden nur geringste Mengen Aluminium in den Körper aufgenommen. Antazida sollte man nicht mit säurehaltigen Säften, etwa Grapefruitsaft, oder Vitamin C einnehmen, da sie ansonsten wirkungslos sind. Auch kann dies zu vermehrter Aufnahme von Aluminium in den Blutkreislauf führen. Antazida hemmen die Magensäureproduktion nur wenig.