Mehlwurm, Kakerlake und Co. - die Dschungelcamp-Kolumne Im Zeichen der Kotzfrucht

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Tag fünf im Dschungelcamp. Und der steht bei “Ich bin ein Star - Holt mich hier raus” ganz im Zeichen der Kotzfrucht. Und es ist Zeit für Emotionen, die unsere Kolumnisten so noch nicht erlebt haben.

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Tag fünf im Dschungelcamp. Und der steht bei “Ich bin ein Star - Holt mich hier raus” ganz im Zeichen der Kotzfrucht. Und es ist Zeit für Emotionen, die unsere Kolumnisten so noch nicht erlebt haben.

Stuttgart - Da ist es passiert. Für einen kurzen Moment ist da so etwas wie Mitgefühl. Ja, es ist beinahe Sympathie für das Mecker-Model Larissa. Richtig, sie ist viel gescholten worden in den vergangenen Tagen. Oft auch zurecht. Sie ist ausgeflippt, hat geschrien, unsere Nerven bis an die Grenzen der Belastbarkeit gespannt - und uns beinahe einen Kolumnisten gekostet. Dennoch: am fünften Tag der Show “Ich bin ein Star -Holt mich hier raus” sieht es so übel aus für die Österreicherin, dass man Mitleid haben muss mit Larissa. Die Stimmung kippt endgültig, nachdem sie nach der Prüfung nur einen Stern mit zurück ins Lager bringt. Sie wird einfach zu derbe beschimpft, gemobbt und ausgelacht.

Schuld daran ist die Tierverkostungsprüfung. Denn während Larissa eher selten kontrolliert, was aus ihrem Mund kommt, achtet sie doch sehr genau darauf, was dort hinein gestopft wird. Buschhirsch-Sperma aus dem Schnapsgläschen ist für sie noch völlig in Ordnung. Bei Kotzfrucht hört der Spaß aber auf. Genau wie bei allen anderen Mixgetränken, die bei der Dschungelprüfung auf dem Tisch stehen. Larissa schüttelt nur noch den Kopf und schaut Melanie Müller munter dabei zu, wie sie sich pürierten Schweinepopo, zerhäckselte Kakerlaken und gequirlte Emu-Leber in den Magen schüttet.

Der Wendler-Abgang dauert ewig

Angewidert verweigert sie jeden Cocktail. Melanie findet das weniger witzig und tischt den Campgenossen brühwarm auf, wie sich Larissa angestellt hat. Sowieso hätte sie die Prüfung viel lieber mit dem Wendler absolviert. Doch da stellt sich die Frage: warum spendiert RTL diesem Wendler immer noch so viel Sendezeit? Er ist doch raus, die Kollegen haben den Schlagerbarden schon längst verabschiedet. Aber nicht einmal auf einen echten Abschied ist noch Verlass. Der Wendler-Abgang wird einfach weiter im Hotelzimmer zelebriert, wo er sich einmal quer durch die Speisekarte isst. Der Wendler, oder wollen wir ihn einfach Michael nennen, faselt irgendwas von “Es war der härteste Ritt meines Lebens”, bevor er in seinen Cheeseburger beißt und sich diebisch über eine Flasche Schampus freut. Genau wie über das Gerücht, dass auch die Anti-Wendler-Fans ihn ganz weit vorne gesehen hätten. Eine Aussage, der wir an dieser Stelle einfach mal ganz ungeprüft widersprechen.

Da halten wir doch eher zu Larissa. Nun, zumindest bis kurz vor Schluss der Sendung. Dann setzt sie sich leider vor die Kamera, getroffen und traurig. Und sagt: “Ich habe gute Gene”, sie habe das Herz ihrer Großmutter und den Willen ihres Vaters. “Und damit mache ich alle nieder.” Okay, Schluss mit Mitleid. Das sehen auch die Zuschauer so. Und schicken Larissa wieder einmal zur Dschungelprüfung.

Alle bisher erschienenen Teile unserer Kolumne "Mehlwurm, Kakerlake & Co." gibt es hier.

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