Mehr als ein guter Vorsatz Ordnung schaffen und halten – so gelingt‘s

Aufräumen tut nicht nur unserem Zuhause, sondern auch der Seele gut. Mit diesen Tipps lässt sich Ordnung in die Wohnung bringen und für eine Wohlfühlatmosphäre sorgen, die neue Energie schenkt. Genau das Richtige zum Jahresauftakt!

Eine klar strukturierte und aufgeräumte Wohnung fühlt sich einfach gut an. Denn das Abwerfen von Ballast im Außen bewirkt vor allem eins: Ordnung im Inneren. Dabei helfen Möbel, wie das Sideboard „Tado“ von Interlübke, das Kleinkram in Schubladen verstaut und gleichzeitig Schätze und Erinnerungsstücke gekonnt in Szene setzt. Foto: Interlübke 9 Bilder
Eine klar strukturierte und aufgeräumte Wohnung fühlt sich einfach gut an. Denn das Abwerfen von Ballast im Außen bewirkt vor allem eins: Ordnung im Inneren. Dabei helfen Möbel, wie das Sideboard „Tado“ von Interlübke, das Kleinkram in Schubladen verstaut und gleichzeitig Schätze und Erinnerungsstücke gekonnt in Szene setzt. Foto: Interlübke

Auch wenn wir es eigentlich vermeiden wollen: Ständig sammeln und horten wir Dinge, die wir nicht brauchen. In unseren Kleiderschränken stapeln sich Kleider und Schuhe, die wir nie tragen, auf dem Nachttisch liegen ungelesene Bücher und auf dem Dachboden stehen Erbstücke, die zwar einen emotionalen Wert haben, aber nicht zu unserer Einrichtung passen.

Die Lösung: ausmisten und entrümpeln! Denn eine Wohnung, die mit Dingen vollgestellt ist, mit denen wir uns nicht identifizieren, raubt uns unbewusst Energie, statt positiv unseren Alltag zu bereichern. Und wann könnte der Zeitpunkt besser sein, als am Anfang eines neuen Jahres und in einer Zeit, in der uns eine weltweite Pandemie zwingt, meistens Zuhause zu bleiben?

Wie anfangen? Die Schritt-für-Schritt-Variante

Doch wo sollen wir anfangen? Am besten mit dem Kleiderschrank, rät Marie Kondo. Die Japanerin ist – wie es offiziell heißt – „Ordnungsberaterin“ und hat sich mit Büchern wie „Magic Cleaning“ einen Namen gemacht. International bekannt wurde Kondo mit der Netflix-Serie „Aufräumen mit Marie Kondo“, in der sie weltweit für Ordnung sorgt.

Ihre sogenannte KonMari-Methode sieht vor, sein Hab und Gut zu kategorisieren und in einer bestimmten Reihenfolge zu entrümpeln. Zuerst kommt die Kleidung, dann Bücher, danach Unterlagen und Papiere, im Anschluss folgt der sogenannte Kleinkram und schließlich die „Erinnerungsstücke“. Warum? Marie Kondo empfiehlt, mit der Kategorie anzufangen, bei der das Aussortieren weniger schwerfällt und sich dann zu persönlichen Dingen wie Erbstücken oder Geschenken vorzuarbeiten, die einen hohen emotionalen Wert haben.

Lassen Sie sich von Ihrem Glücksgefühl leiten

Hat man seinen Besitz kategorisiert und im Fall der Kleidung vielleicht auf dem Bett im Schlafzimmer ausgebreitet, geht es ans Ausmisten. Dabei lässt Marie Kondo ein einziges Auswahlkriterium gelten, und das heißt bei ihr „Sparking Joy“: Versprüht ein Teil beim Anfassen Glücksgefühle, darf es bleiben – ansonsten kommt es weg. Das klingt rigoros. Ist aber sehr wirkungsvoll. Vor allem, weil so laut der Aufräumexpertin zwei Drittel aller Dinge im Haushalt entsorgt werden können. Als Belohnung bleiben mit Kondos Methode nur noch jene Dinge übrig, die uns wirklich glücklich machen.

Hat man auf diese Weise seine Lieblingsstücke gefunden, gilt es, für diese einen klar definierten Aufbewahrungsort festzulegen. Denn laut Kondo liegt genau hier der langfristige Erfolg ihrer Methode: Hat jedes Stück in unserer Wohnung einen festen Platz, an den es nach Benutzung immer wieder zurückgebracht wird, müssen wir nur noch ein paar Minuten pro Tag ins Aufräumen investieren.

Möbel und Accessoires, mit denen das Ordnungshalten gelingt

So können für Kleinkram Boxen, Schalen und Tabletts bereitstehen. Aber auch Möbel können diese Aufgabe erfüllen. So ist es zum Beispiel gerade im Flur wichtig, dass wir einen Platz für die Dinge haben, die wir jeden Tag brauchen und die wir meistens in der Hand haben, wenn wir nach Hause kommen. Dazu gehören neben der Post unser Schlüssel, die Sonnenbrille und das Handy.

Barbara Benz, Geschäftsführerin des Einrichtungsunternehmens architare, empfiehlt hierfür zum Beispiel die Konsole „Tadaima“ von Classicon. „Der japanische Ausdruck ‚Tadaima‘ entspricht in etwa unserem ‚Ich bin wieder da‘,“ so Benz. Die skulptural geformte Konsole bietet Platz für Schlüssel und all die persönlichen Dinge, die wir in unseren Taschen tragen und beim Nachhausekommen ablegen wollen.

Nie mehr suchen: So plant man das Innenleben eines Kleiderschranks

Und wer mit architare seinen Kleiderschrank oder ein begehbares Ankleidezimmer plant, dem wird das Ordnung halten sowieso leicht gemacht. „Nach Analyse der individuellen Ansprüche legen wir fest, welche Art von Stauraum der Kunde benötigt“, erklärt Barbara Benz. So ist für ausreichend Regale, Kleiderstangen und Schubladen gesorgt. Dabei sei es wichtig, dass die Kleiderbügel nicht zu eng hängen und Kleiderstapel sich nicht zu hoch türmen, sonst müsse man jedes einzelne Stück herauszerren.

Beim Ordnen von Kleidung, Unterwäsche und Socken kann man auch die besondere Falttechnik berücksichtigen, für die Aufräumexpertin Marie Kondo berühmt geworden ist. Ihr Trick: Sie faltet die Kleidung in kleine rechteckige Päckchen und legt sie dann „stehend“ in den Schrank oder in eine Kommode. Das sorgt für eine bessere Übersicht und schützt die Teile vor Falten. Auch könne man darüber nachdenken, die Kleidung nach Farben zu sortieren.

Für Accessoires wie Gürtel, Sonnenbrillen oder Uhren plant Barbara Benz ausreichend Schubladeneinsätze mit vielen kleinen Fächern ein. „Das sieht nicht nur ordentlich aus“, so Barbara Benz, „sondern garantiert auch, dass man nie mehr suchen muss und sich so jede Menge Zeit sparen kann!“

Möbel, die nach dem großen Aufräumen das Ordnung halten erleichtern, haben die Einrichtungsexperten von architare in der Bildergalerie zusammengestellt.