Mehr FSME-Erkrankungen in Stuttgart 2017 war ein dramatisches Zeckenjahr

Von red/dpa 

Baden-Württemberg gilt Forschern als Risikogebiet, durch Zeckenbisse zu erkranken. Besonders von einer neuen Zeckenart aus dem Mittelmeerraum geht Gefahr aus.

Zecken entwickeln sich in Baden-Württemberg immer mehr zum Problem. Foto: dpa-Zentralbild
Zecken entwickeln sich in Baden-Württemberg immer mehr zum Problem. Foto: dpa-Zentralbild

Stuttgart - Mehr Infektionen mit der tückischen Krankheit FSME, neue Hot-Spots im Norden Deutschlands und eine neue Zeckenart als möglicher Überträger: Es gibt schlechte Nachrichten zum Start der Zeckensaison. Wissenschaftler der Stuttgarter Universität Hohenheim präsentieren am Dienstag vor dem 4. Süddeutschen Zeckenkongress ihre neusten Erkenntnisse. Bayern und Baden-Württemberg und die angrenzenden Landkreise gelten seit Jahren als Risikogebiete. Neben dem Gemeinen Holzbock und der Auwaldzecke komme jetzt möglicherweise eine weitere aus dem Mittelmeerraum stammende Zecke mit dem Namen Ixodes inopinatus als Überträger hinzu, hieß es vorab.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) kann zu Hirnhautentzündung führen. In der Regel wird die Krankheit durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen. „Mit Blick auf FSME-Erkrankungen war 2017 ein dramatisches Jahr“, heißt es von Seiten der Hohenheimer Forscher. Das Robert-Koch-Institut registrierte im vergangenen Jahr bundesweit 481 Erkrankungsfälle - und damit mehr als in den Jahren davor. Einen Trend zu immer mehr Erkrankungen gebe es aber nicht, hieß es vom RKI. „Der Trend ist die Schwankung.“