In der Nacht auf Sonntag ist es unter anderem am Ludwigsburger Bahnhof und in der Myliusstraße zu mehreren Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppen gekommen. Viele der Beteiligten sollen bereits polizeibekannt sein. Dabei wurde auch ein 18-Jähriger durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der junge Mann unbeteiligt gewesen sein.
Neueste Details über die Nacht zeigen, dass noch weitere Unbeteiligte in die Gewalt hineingezogen wurden. Nach Informationen dieser Zeitung soll eine Person vor den Prügeleien in die beliebte Gaststätte „Blauer Engel“ in der Ludwigsburger Innenstadt geflüchtet sein. Seine Verfolger hätten den 19-Jährigen jedoch ausfindig gemacht, seien in den gut gefüllten Gastraum gestürmt und hätten dort auf den jungen Mann eingeschlagen.
Das Polizeipräsidium Ludwigsburg bestätigte den Vorfall. Nach Angaben der Polizei wurden jedoch weder Gäste noch Mitarbeiter im „Blauen Engel“ verletzt. Zudem sei bislang nicht gesichert, ob der Angriff in der Gaststätte in direktem Zusammenhang mit den übrigen Gewalttaten in dieser Nacht steht.
Eine Nachfrage bei der Gaststätte selbst blieb zunächst ohne Ergebnis. Der Schichtleiter und die Mitarbeiter vom vergangenen Wochenende seien derzeit nicht erreichbar und erst in den kommenden Tagen wieder im „Blauen Engel“ im Einsatz, sagte ein Mitarbeiter am Telefon.
Die Polizei ist weiterhin auf der Suche nach möglichen Zeugen der Auseinandersetzungen vom Wochenende. Anwohner der Myliusstraße oder auch Fahrgäste von Bussen, Bahnen oder Taxis am Bahnhof könnten beispielsweise etwas mitbekommen haben.Die Kriminalpolizei nimmt Hinweise unter 0800/1100225 oder hinweise.kripo.ludwigsburg@polizei.bwl.de entgegen.