Immer wieder kommt es auf Spielplätzen in Leonberg zu Sachbeschädigungen – hohe Kosten und Einschränkungen für Kinder sind die Folge. Das sagt die Polizei zur aktuellen Lage.

Volontäre: Jelena Maier (jem)

Sachbeschädigung ist ein großes Problem auf Leonberger Spielplätzen. Besonders betroffen ist der Spielplatz in der Esslinger Straße im Ortsteil Ramtel, der bereits mehrfach – teils mit rassistischen Graffiti – verunstaltet wurde. Anfang Dezember des vergangenen Jahres musste aufgrund der Schäden sogar ein Teil des Spielplatzes gesperrt werden.

 

Im Gespräch mit unserer Zeitung bezeichnete Oliver Eilmann, der Leiter des Baubetriebshofs, die Situation dort als „extrem“. Der Spielplatz im Ramtel sei kein Einzelfall: Auch weitere Spielplätze im Stadtgebiet wurden dem Baubetriebshof zufolge beschädigt.

Vandalismus auf Spielplatz in Ramtel – das ist kein Einzelfall

Die Polizei Ludwigsburg bestätigt auf Anfrage zwei Vorfälle aus dem vergangenen Jahr auf dem Spielplatz in der Esslinger Straße. So erstattete die Stadt Anzeige, nachdem der Spielturm zwischen dem 4. und 8. Dezember mit „Männchen und Schriftzügen“ verunziert worden war. Der verursachte Schaden wird auf rund 350 Euro geschätzt. Hinweise auf die Täter gibt es bislang nicht.

Bereits Ende Oktober waren laut der Polizei die Rutsche sowie eine Holzkonstruktion desselben Spielplatzes mit Graffiti beschädigt worden. Dabei entstand ein Schaden zwischen 1200 und 1500 Euro. Auch in diesem Fall konnten keine Tatverdächtigen ermittelt werden.

Dass auch andere Spielplätze Ziel von Vandalismus wurden, zeigen weitere Fälle aus dem Jahr 2025. So wurde der Spielplatz Ezach 3 in der Ellwanger Straße im Herbst mit Graffiti verunstaltet. Der Schaden belief sich auf rund 1500 Euro. Im selben Zeitraum beschmierten Unbekannte die Schaukel des Spielplatzes in der Tiroler Straße und verursachten einen Schaden von geschätzt 200 Euro. Einige Wochen zuvor kam es zu Vandalismus auf dem Spielplatz in der Eichendorffstraße: Dort wurde ein Wipptier mit Steinen beschädigt – rund 2200 Euro Reparaturkosten standen an.

Könnte Polizeipräsenz Vandalismus auf Spielplätzen verhindern?

Zudem werden Scherben immer wieder zur Gefahr für spielende Kinder, wie im Sommer des vergangenen Jahres. Laut Polizei wurden nach einer Feier auf dem Abenteuerspielplatz in Gebersheim „eine Vielzahl zerbrochener Glasflaschen“ zurückgelassen. Danach sei das Spielen vor Ort nicht mehr möglich gewesen.

Könnte eine häufigere Polizeipräsenz helfen, um Leonberger Spielplätze vor Vandalismus zu schützen? Die Polizei macht deutlich, dass verstärkte Kontrollen nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich seien.

Eine „engmaschige Überwachung“ komme demnach nur dann infrage, „wenn es zu mehreren Taten in relativ kurzem Zeitraum auf demselben Spielplatz gekommen wäre“. Dies sei im vergangenen Jahr in Leonberg nicht der Fall gewesen. Dennoch bestehe beim Thema Sachbeschädigungen auf Spielplätzen ein „regelmäßiger Austausch“ zwischen der Stadtverwaltung und dem Polizeirevier.

Wie Tatverdächtige auf frischer Tat ertappt werden könnten

Sollten Täter ermittelt werden, droht ihnen eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. Wie die Leonberger Fälle jedoch zeigen, gelingt es nur selten, die Verantwortlichen zu fassen. Deshalb bittet die Polizei die Bevölkerung, sich „zügig telefonisch bei der Polizei zu melden“, sobald verdächtige Beobachtungen auf Spielplätzen gemacht werden.

Gerade auch außerhalb der regulären Nutzungszeiten sei dies besonders wichtig. So könnten Tatverdächtige häufiger auf frischer Tat ertappt werden – und die Spielplätze in Leonberg wieder sauberer und sicherer werden.