Mein Lieblingsbuch Spannendes auf dem Stundenplan

Die Schullektüre „Oscar et la dame rose“ gefällt Felix Kemmling. Foto: Isabelle Müller
Die Schullektüre „Oscar et la dame rose“ gefällt Felix Kemmling. Foto: Isabelle Müller

Schullektüre fand der Jugendratssprecher Felix Kemmling langweilig. Ein französischer Roman änderte das.

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Vaihingen - Als Schüler kennt und fürchtet man sie: die Reclamhefte. Es gibt sie in den Farben gelb, blau und rot. Bis auf wenige Ausnahmen enthalten sie alle uralte Texte, deren Verfasser längst das Zeitliche gesegnet haben. Goethe, Schiller und Co – sie mögen Weltliteratur verfasst haben, für Schüler bedeuten ihre Werke oft den Kampf mit dem Schlaf.

Auch Felix Kemmling fand Schullektüren lange Zeit nicht sonderlich spannend. Erst ein Reclamheft hat das geändert – und zwar ein rotes. Rot steht für Französisch. Im Unterricht haben er und seine Mitschüler das Buch „Oscar et la Dame rose“ von Éric-Emmanuel Schmitt gelesen. Anfangs sei es ihm schwer gefallen, sich auf die andere Sprache einzulassen, erinnert sich der Zehntklässler. Nach und nach fiel ihm das Lesen aber leichter. Die Worterklärungen auf den Seiten haben dabei geholfen. Seit der fünften Klasse lernt Felix Französisch, für den sprachbegabten Teenager eines seiner Lieblingsfächer.

„Am Anfang hat sich die Geschichte gar nicht so spannend angehört“, sagt Felix Kemmling . Dann aber hätten sich die Erzählungen des zehnjährigen Oscar, der herausfindet, dass er an Krebs erkrankt ist und nur noch einige Tage zu leben hat, als sehr fesselnd herausgestellt. „Sein Schicksal ist wirklich berührend.“ Der Leser weiß von Beginn an, dass Oscar sterben wird. Und das Ende ist sehr traurig.

Buchtipps von der Französischlehrerin

Oscar und seine Begleiterin, die „Dame in Rosa“, eine ältere Krankenschwester, verbindet eine ganz besondere Freundschaft. Sie fordert den Jungen auf, seine Gedanken und Gefühle in Briefen an Gott zum Ausdruck zu bringen. Oscar ist zu Beginn skeptisch, findet dann aber seinen Weg zum Glauben. Für Felix Kemmling war diese Art zu schreiben – also die Form eines Briefromans – etwas ganz Neues. Umso persönlicher waren die Eindrücke, die er dadurch bekam.

Im nächsten Schuljahr kommt der 16-Jährige in die Kursstufe und tritt somit seine letzten beiden Schuljahre am Vaihinger Hegel-Gymnasium an. Französisch möchte er weitermachen. Um seine Sprachkenntnisse aufzubessern, hat er sich bereits einige Buchtipps von seiner Französischlehrerin geben lassen. Denn Sprachen, das ist seine Erfahrung, lernt man am besten, indem man Bücher in der Fremdsprache liest. „Die Mühe zahlt sich aus“, sagt der Schüler.

Seit diesem Jahr ist Felix Kemmling Jugendratssprecher in Vaihingen. Sich neben der Schule für etwas zu engagieren, macht dem Jugendlichen Spaß. Das merkt man auch an seiner Buchauswahl: spannende Schullektüre und spannende Reclamhefte. Es gibt sie also doch.




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