Meris Skenderovic von den Stuttgarter Kickers Das sagt Trainer Marco Wildersinn zu seinem neuen Stürmer

Meris Skenderovic (li.) ist Kickers-Trainer Marco Wildersinn aus gemeinsamen Zeiten bei der TSG 1899 Hoffenheim bekannt. Foto: imago images/Fotostand/Fotostand / Loerz via www.imago-images.de

Marco Wildersinn kennt Meris Skenderovic aus gemeinsamen Zeiten bei der TSG 1899 Hoffenheim. Wie schätzt der Trainer von Regionalligist Stuttgarter Kickers seinen neuen Stürmer ein? Welche Qualitäten bringt der 26-Jährige mit?

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Ob Meris Skenderovic gleich zum Kader zählt? Marco Wildersinn lässt sich nicht in die Karten blicken: „Wir haben noch drei Trainingseinheiten, es liegt an ihm, wie an jedem anderen Spieler auch, sich zu beweisen, Leistung zu bringen und sich zu empfehlen“, sagt der Trainer des Fußball-Regionalliga-Spitzenreiters Stuttgarter Kickers vor dem Heimspiel an diesem Samstag (14 Uhr/Gazi-Stadion) gegen den Tabellenzweiten FC-Astoria Walldorf.

 

Am Dienstagnachmittag hat der neue Stürmer nach seiner Vertragsunterschrift (bis 2026) erstmals mittrainiert. In der vergangenen Woche war er bei zwei Einheiten noch als Trainingsgast in Degerloch am Ball. Zumindest zwischen Trainer und Spieler wird keine Kennenlernphase vonnöten sein. „Die Eingewöhnungszeit fällt weg. Er kennt mich, ich kenne ihn, wir wissen, was wir voneinander zu erwarten haben“, sagt Wildersinn, der ihn zwischen 2017 und 2020 bei der TSG 1899 Hoffenheim II trainierte – wenn auch nur sporadisch.

Zwei unglückliche Leihen

Denn Skenderovic wurde in dieser Phase zweimal ausgeliehen: zum österreichischen Bundesligisten TSV Hartberg und zum FC Carl Zeiss Jena in die dritte Liga. Dessen damaliger Trainer Lukas Kwasniok (SC Paderborn/früher Karlsruher SC, U 17 und U 19) kannte den Stürmer aus zahlreichen Duellen zwischen dem KSC und Hoffenheim in der Jugend.

„In der U 17 und U 19 hat Meris alles kurz und klein geschossen“, erinnert sich Wildersinn. Mit Robin Hack (inzwischen Borussia Mönchengladbach) kämpfte er bei der TSG immer um die interne Torjägerkrone. Dass der eine den Durchbruch in die Bundesliga schaffte, der andere nach weiteren Stationen bei Schweinfurt 05, 1860 München und dem Halleschen FC nicht, könnte jetzt zum Glück der Kickers werden.

Neuer Anlauf

„Die vergangenen zwei Jahre sind für Meris nicht optimal gelaufen, er will jetzt einen neuen Anlauf nehmen und zu alter Stärke finden“, sagt Wildersinn.

Über die grundsätzlichen Qualitäten des gebürtigen Mannheimers mit den Wurzeln in Montenegro (zwölf U-21-Länderspiele) gibt es keine zwei Meinungen: Skenderovic gilt als ein cleverer, beweglicher, schneller und technisch starker Spieler mit gutem Gefühl für die Räume. „Er ist ein sehr variabler Stürmer, der viel unterwegs ist, sehr lauffreudig ist und ein gutes Timing für tiefe Laufwege besitzt“, ergänzt Wildersinn.

Über die Jahre hinweg habe er auf vielen Positionen gespielt: als alleinige Spitze, um einen Stoßstürmer herum, als hängende Spitze oder als Flügelspieler. Wildersinn: „Wir werden sehen, wie wir ihn am besten einbinden und in Szene setzen, wir werden jetzt aber nicht unser Spiel auf ihn speziell zuschneiden.“

Körperlich fit und austrainiert

Am guten körperlichen Zustand gibt es jedenfalls keine Zweifel. „Meris ist fit und austrainiert. Er ist sehr professionell und achtet auf sich“, betont sein Coach. Alles Weitere wird man auf dem Rasen sehen. Vielleicht schon am Samstag – im Regionalliga-Spitzenspiel zwischen den Kickers und dem FC-Astoria Walldorf.

Termine

Pflichtspiele
Stuttgarter Kickers – Eintracht Frankfurt II 2:1, FC Esslingen – Kickers (0:5/WFV-Pokal, 2. Runde), FC 08 Homburg – Kickers 1:1, Kickers – FC 08 Villingen 1:0, FC Normannia Gmünd – Kickers 1:3 n. V., FC Gießen – Kickers 2:2, Kickers – FC-Astoria Walldorf (24. August, 14 Uhr), 1. Göppinger SV – Kickers (30. August, 19 Uhr), Kickers – SGV Freiberg (3. September, 19 Uhr/WFV-Pokal-Achtelfinale), Kickers – TSV Steinbach Haiger (7. September, 14 Uhr), Kickers Offenbach – Kickers (13. September, 19 Uhr), Kickers – FSV Frankfurt (21. September, 14 Uhr), SGV Freiberg – Kickers (28. September, 14 Uhr). (jüf)

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