Meriten für Weingüter der Region Vierter Stern für Schwegler und Klopfer

Von Harald Beck 

Das Korber Weingut Schwegler steigt bei dem Weinführer von Eichelmann ebenso wie das Weinstädter Weingut Klopfer auf vier Sterne.

Die  Weinführer verzeichnen weniger allzu   alkohollastige Tropfen Foto: Stoppel/Archiv
Die Weinführer verzeichnen weniger allzu alkohollastige Tropfen Foto: Stoppel/Archiv

Rems-Murr-Kreis - In dem Weinführer „Eichelmanns Weine Deutschland“ rücken in der neuen Ausgabe, die von Beginn der kommenden Woche an im Handel sein wird, das Korber Weingut Albrecht Schwegler und das Großheppacher Weingut Klopfer in die mit dem Prädikat „Hervorragende Erzeuger“ versehene Vier-Sterne-Kategorie auf. Mit den in Deutschlands 13 Weinbaugebieten insgesamt nur 30 Mal vergebenen maximalen fünf Sternen („Weltklassebetrieb“) zeichnet Gerhard Eichelmann im Weinbaugebiet Württemberg weiterhin lediglich die Weingüter Aldinger (Fellbach) und Dautel (Bönnigheim) aus. Den Platz in der in der Dreieinhalb-Sterne-Zwischenstufe nimmt das ebenfalls etwas nach oben gestufte Schwaikheimer Weingut Escher ein. Die gesamte Kollektion mache viel Freude, schreibt dazu Weinpapst Gerhard Eichelmann. Sein Fazit: „Weiter im Aufwind!“

Sommelier Kämmer: „Der beste Rotwein Württembergs“

Auch in dem ebenfalls dieser Tage veröffentlichten „Gault Millau Weinguide Deutschland“ gibt es hohes Lob für Schweglers Tropfen, speziell für deren 2013er Granat. Die rote Cuvée (Preis: 57 Euro) des in diesem Weinführer mit dreieinhalb von fünf möglichen Trauben versehenen Betriebs sei „erneut ganz klar bester Rotwein Württembergs“, schreibt der Sommelier Frank Kämmer.

Die Familie Schwegler in Korb freut sich über das Lob in den führenden deutschen Weinbibeln. „Es ist besonders schön, mit anzusehen, dass mein Sohn Aaron nun seit 2009 in Eigenregie den Weinbau sowie den Keller leitet, dabei den Betrieb weiter ausbaut und unseren hohen Qualitätsanspruch in der nächsten Generation weiterführt“, sagt Seniorchef Albrecht Schwegler.

An der Spitze in Württemberg stehen im „Gault Millau“, ausgezeichnet mit vier Trauben („Deutsche Spitze“), die Weingüter Aldinger und Schnaitmann (beide Fellbach) sowie Graf Neipperg (Schwaigern). In die Drei-Traubenklasse („Sehr gut“) rücken die Weingüter Zimmerle (Korb) und Wachtstetter (Pfaffenhofen) auf und gehören damit zum württembergischen Top-Dutzend. Insgesamt lobt Kämmer bei den Württemberger Roten die Abkehr von den „Alkoholbomben“ des Jahrgangs 2012 – „wenn auch nach wie vor vereinzelte Winzer ihr Glück in der Gewichtsklasse ab 14 Volumenprozent suchen“. Die Einordnung an der Spitze: „Aldinger dominiert.“

Viele Medaillen bei der Austrian Wine Challenge

Auch im Ausland punkten zurzeit die Weine aus der Region. Die Fellbacher Weingärtner freuen sich beispielsweise bei der Austrian Wine Challenge (AWC Vienna) über die AWC-Trophy in der Kategorie Rosé, Blanc de Noir und Schiller für ihren 2015er Muskattrollinger Rosé C. Diverse Gold- und Silbermedaillen im von fast 2000 Betrieben beschickten internationalen Großwettbewerb gingen nicht nur an die Fellbacher, sondern auch an die Weingüter Doreas (Remshalden), Escher (Schwaikheim), Johannes B (Fellbach) und Herzog von Württemberg (Ludwigsburg).

Und auch beim regionalen Wettbewerb „Beste Württemberger“ sind Betriebe von Neckar und Rems erfolgreich: Die Weinmanufaktur Untertürkheim stellt hier die Sieger in den Kategorien Riesling trocken (2015er Riesling zwei Sterne) und Neuere rote Sorten trocken (2012er Rotwein-Cuvée). Der 2015er Sauvignon blanc S der Fellbacher Weingärtner siegt bei den trocken ausgebauten neueren weißen Rebsorten. Die Remstalkellerei hat die Kategorie Sekt mit ihrem 2015er Riesling gewonnen.