Merkel bei G20-Gipfel Selfies im Ausgehviertel von Brisbane

In Brisbane stieg Kanzlerin Angela Merkel aus ihrer Limousine und posierte für Selfies. Foto: Getty Images AsiaPac
In Brisbane stieg Kanzlerin Angela Merkel aus ihrer Limousine und posierte für Selfies. Foto: Getty Images AsiaPac

Die 20 führenden Volkswirtschaften der Erde treffen sich zum Gipfel in Brisbane. Ebola, Ukraine, Klimaschutz - ernste Themen stehen auf der Agenda. Aber Kanzlerin Merkel hat auch Zeit für Vergnüglicheres.

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Brisbane - Bundeskanzlerin Angela Merkel ist im australischen Brisbane von Passanten wie ein Star begrüßt worden. Als sie vor dem G20-Gipfel aus ihrer Limousine ausstieg, um in ihr Hotel im angesagten Nightlife-Viertel Caxton Street zu gehen, jubelten ihr Passanten zu. Sie befanden sich auf der anderen Straßenseite vor Bars und erkannten die Kanzlerin. Merkel ging zu ihnen, schüttelte Hände und posierte gut gelaunt für Selfies. Die Einheimischen bekommen oft keinen der hohen Staatsgäste zu Gesicht.

Die Staats- und Regierungschefs beraten im australischen Brisbane noch bis Sonntag vor allem über Wirtschaftsfragen. Aber auch der Kampf gegen die Ebola-Epidemie und die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie der Bürgerkrieg in der Ostukraine kommen zur Sprache.

Das ist der Stand der Konferenz nach der ersten, informellen Sitzung der Gipfelrunde:

Ukraine: Die Europäische Union droht Russland im Ukraine-Konflikt mit neuen Strafmaßnahmen. Europas Staats- und Regierungschefs wollen sich am Sonntag mit US-Präsident Barack treffen und das weitere Vorgehen abstimmen. Das sagte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy. Er forderte die russische Führung um Präsident Wladimir Putin auf, aus Russland Waffenlieferungen und Verstärkung für die Separatisten in der Ostukraine zu unterbinden. Putin hat bisher eine Beteiligung Russlands an dem Konflikt abgestritten.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, dies sei eine Krise wie im Kalten Krieg im Herzen Europas, die den Weltfrieden und die Wirtschaft bedrohe.

Klimaschutz: Die USA wollen drei Milliarden Dollar für den Klimaschutz in Entwicklungsländern bereitstellen. Die umgerechnet 2,4 Milliarden Euro fließen in den grünen Klimafonds der Vereinten Nationen. Das teilte die US-Regierung in Brisbane mit. Der Fonds will armen Staaten beim Aufbau einer klimafreundlicheren Industrie helfen.

Lob für China und die USA kam vom UN-Generalsekretär. Beide Länder hätten in der vergangenen Woche eine Klimavereinbarung mit sehr ehrgeizigen Zielen getroffen. Ban Ki Moon forderte auch die anderen G20-Staaten zu mehr Anstrengungen auf, damit Ende 2015 ein Abkommen zum Klimawandel in Paris vereinbart werden kann.

Ebola: Angesichts der immer noch in Westafrika wütenden Epidemie rief Ban Ki Moon zu einer Mobilmachung aller Kräfte auf. Es gehe um Finanzmittel, Logistik und die Behandlung der Patienten, die sich mit dem meist tödlichen Virus infiziert haben.

Handel: Ein europäisch-amerikanisches Spitzentreffen soll die Verhandlungen über das transatlantische Freihandelsabkommen voranbringen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte, Obama werde mit seinen EU-Kollegen am Sonntag über den Stand der Dinge sprechen. Juncker sagte, Europa werde bei den Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP ("Transatlantic Trade and Investment Partnership") keine seiner Standards bei Gesundheit, Sozialem und Lebensmitteln opfern.




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