Messe in Sindelfingen Heimlich ins All geschmuggelter „Mondbrief“ zu sehen

Von red/dpa 

Beim Stuttgarter Auktionshaus Eppli geht ein „Mondbrief“ dieses Jahr bei einem Startpreis von 22 000 Euro in die Auktion. Eines der heimlich ins all geschmuggelten Schreiben ist in Sindelfingen zu sehen.

Der Brief, den Astronauten mit der Apollo 15 Mission auf den Mond geschmuggelt haben sollen, wird bei der Messe «Antik und Kunst» vom 17.-20.Januar 2019 in Sindelfingen ausgestellt. Foto: Auktionshaus Eppli
Der Brief, den Astronauten mit der Apollo 15 Mission auf den Mond geschmuggelt haben sollen, wird bei der Messe «Antik und Kunst» vom 17.-20.Januar 2019 in Sindelfingen ausgestellt. Foto: Auktionshaus Eppli

Sindelfingen - Heimlich haben Astronauten die Briefe mit zum Mond und wieder zurück zur Erde genommen - 48 Jahre nach der „Apollo 15“-Mission ist einer der sogenannten Mondbriefe ab Donnerstag auf der Messe „Antik & Kunst“ in Sindelfingen zu sehen. 1971 schmuggelten Davis Scott, Alfred Worden und James Irwin ohne Genehmigung der US-Raumfahrtbehörde Nasa 100 Briefe - wohl gegen Bezahlung - ins All, wie eine Sprecherin des Auktionshauses Eppli mitteilte. Bei dem Stuttgarter Haus geht ein „Mondbrief“ dieses Jahr bei einem Startpreis von 22 000 Euro in die Auktion.

Die Astronauten wurden bestraft

Ein deutscher Briefmarken-Händler hatte die Aktion demnach initiiert und verkaufte 99 der Briefe, die auch die Unterschriften der Astronauten tragen, innerhalb weniger Monate. Die Folgen waren laut dem Auktionshaus erheblich: Die drei Astronauten durften an der darauffolgenden Mission nicht mehr teilnehmen, ihren Kollegen war es fortan nur noch erlaubt, zwölf persönliche Gegenstände mit ins All zu nehmen. Scott, Worden und Irwin hätten den Transport der Briefe genehmigen lassen müssen - zudem war es verboten, sie zu verkaufen.