Die Spielwarenmesse in Nürnberg ist die größte ihrer Art auf der Welt. Von heute an zeigen fast 2400 Aussteller aus knapp 70 Ländern ihre Innovationen und Klassiker.

Nürnberg - Bausteine, Kuscheltiere, große und kleine Fahrzeuge oder Spiele - auf der weltgrößten Spielwarenmesse in Nürnberg sind seit Dienstag Neuheiten und Branchentrends zu sehen. Den Fokus legt die Messe in diesem Jahr auf Spiele und Spielzeuge für Erwachsene. Diese kaufkräftige Zielgruppe hat aus Sicht der Fachleute großes Potenzial für die Branche.

 

Spielzeuge, die nicht nur Kinder ansprechen - für den Holzbaustein-Hersteller Kapla gehört das zur Unternehmensphilosophie. "Die Erwachsenen spielen damit nicht nur mit den Kindern, um ihnen ein Vergnügen zu machen", erläuterte Erfinder Tom van der Bruggen. "Sie haben selbst Spaß daran, und das spüren die Kinder." Van der Bruggen erfand die flachen Holzklötzchen, um damit Bauwerke wie den Eiffelturm sowie Tiere oder Fahrzeuge nachbauen zu können.

Auch das Tischfußballspiel Tipp-Kick setze seit 100 Jahren auf generationsübergreifendes Spielen, sagte Geschäftsführer des Familienbetriebes aus Baden-Württemberg, Matthias Mieg. "Man kann die Figuren richtig in die Hand nehmen." Dadurch sei es auch für kleine Kinder und ältere Leute geeignet, die sich nicht für Computerspiele interessierten.

Playmobil will auch Jugendliche und Erwachsene ansprechen

Andere Hersteller entdecken die spielenden Erwachsenen dagegen gerade erst oder wollen den Bereich ausbauen. So will Playmobil, dessen Themenwelten sich bisher auf Kinder bis zehn Jahre konzentriert hatten, mit Sammelfiguren von Prominenten und Manga-Helden nun auch Jugendliche und Erwachsene ansprechen.

Weitere Schwerpunkte der Messe liegen unter anderem auf Lizenzen zu Filmen, Serien oder Computerspielen und nachhaltigen Spielzeugen. Neben Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen wie Bambus oder Kork gehören dazu auch Spielzeuge, die Kindern Umweltschutz und Nachhaltigkeit vermitteln sollen. Noch bis Samstag präsentieren sich fast 2400 Aussteller aus knapp 70 Ländern auf der Messe.