Manowar um Sänger Eric Adams und Bassist Joey De Maio füllen auch nach Jahrzehnten auf der Bühne immer noch große Hallen. Foto: imago stock&people)
Der Ruf der legendären Rockfabrik scheint nachzuhallen. Viele Metal-Stars spielen auch heute noch in Ludwigsburg. So zum Beispiel demnächst Kreator – und Manowar.
Christian Kempf
24.01.2026 - 18:30 Uhr
Bei vielen Metal-Fans leuchten die Augen, wenn sie den Namen Manowar hören. Sie denken dann an die brutalen Bassläufe von Joey De Maio, Gigs mit irrer Lautstärke oder hymnische Songs wie „Carry on“, die selbst im Format-Radio laufen. Und die Anhänger der Superstars können sich freuen: Manowar rocken im nächsten Jahr gleich zweimal die Ludwigsburger MHP-Arena, am 10. und 11. Februar. „Es ist super, dass die hier spielen. Das ist eine große Band. Das wird definitiv ausverkauft sein“, sagt Jochen Habermaier, Leiter der Veranstaltungsstätte.
Die Shows werden jeweils im Zeichen eines ganzen Albums stehen. Am 10. Februar präsentieren die Amerikaner neben anderen Klassikern sämtliche Lieder ihrer Platte „Fighting the World“ aus dem Jahr 1987. „Wahrscheinlich war das eines ihrer erfolgreichsten Alben“, sagt Habermaier. Tags darauf werden dann die Stücke von „Kings of Metal“ die Hauptrolle einnehmen.
„Wir müssen natürlich vor allem mit der Arena überzeugen. Da geht es um harte Fakten wie die Wirtschaftlichkeit, die Größe und was die Halle bietet.“
Jochen Habermaier, Leiter der MHP-Arena
Jochen Habermaier, Leiter der MHP-Arena, freut sich, dass Manowar wieder für zwei Gastspiele nach Ludwigsburg kommen. Foto: privat
Schon Anfang 2025 waren Manowar für zwei umjubelte und ausverkaufte Gigs nach Ludwigsburg gereist. Die Metal-Heroen scheinen Gefallen an der Barockstadt gefunden zu haben. Jochen Habermaier vermutet, dass dabei auch der Ruf der früheren Kultdisko Rockfabrik eine Rolle spielt. „Ludwigsburg hat schon noch einen Namen in der Szene“, sagt der 55-Jährige. Manowar hätten Mitte der 1980er-Jahre zu Beginn ihrer Karriere sogar in der Rockfabrik gespielt. „Das war auch eines der ersten Konzerte, die ich besucht habe“, berichtet Habermaier.
So könnte sich erklären, dass auch andere große Namen aus der Szene häufig in der MHP-Arena zu Gast sind. Machine Head werden die Halle am 6. Mai voraussichtlich zum Toben bringen. Kreator, die heute wahrscheinlich bekannteste deutsche Band aus dem Metal-Kosmos, machen am 10. April Station in Ludwigsburg. Übrigens mit Vorbands, die bei Freunden härterer Musik ebenfalls die Zunge schnalzen lassen dürften: Exodus und Carcass.
Habermaier stellt jedoch klar, dass bei den Buchungen keinesfalls nur nostalgische Aspekte eine Rolle spielen. „Wir müssen natürlich vor allem mit der Arena überzeugen. Da geht es um harte Fakten wie die Wirtschaftlichkeit, die Größe und was die Halle bietet“, betont der Kornwestheimer. Aber ein Faktor könne daneben durchaus der Umstand sein, dass die Metal-Szene im Raum Ludwigsburg durch die langjährige Tradition groß und entsprechend zugkräftig sei.