MeToo: R. Kelly unter Druck Neue Vorwürfe kurz vor Prozessbeginn

R. Kelly am 23. Juli 2021 in Chicago Foto: imago images/ZUMA Wire/Jose M. Osorio
R. Kelly am 23. Juli 2021 in Chicago Foto: imago images/ZUMA Wire/Jose M. Osorio

Der Popstar R. Kelly kommt wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe auf Frauen und Mädchen vor Gericht. Kurz vor Prozessbeginn sind nun neue Vorwürfe aufgetaucht.

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New York - Wenige Wochen vor dem geplanten Prozessbeginn gegen R. Kelly (54) wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe, bringt die Staatsanwaltschaft in New York neue Vorwürfe gegen den Sänger vor. Laut Gerichtsdokumenten geht es um weitere Fälle von Missbrauch minderjähriger Mädchen und junger Frauen, erstmals wird aber auch ein Fall mit einem 17-Jährigen genannt, wie US-Medien am Samstag berichteten. Kelly soll das männliche Opfer 2006 in Chicago kennengelernt, nach Hause eingeladen und missbraucht haben, schreibt „TMZ.com“ unter Berufung auf die am Freitag eingereichten Unterlagen.

Das Verfahren beginnt am 9. August

Die Staatsanwaltschaft will vor Gericht erwirken, dass die neuen Vorwürfe in dem anstehenden Prozess gegen Kelly verwendet werden können. Das Verfahren soll am 9. August mit der Auswahl der Geschworenen beginnen.

Der R&B-Sänger („I Believe I Can Fly“) befindet sich seit seiner Festnahme 2019 in Haft. Der ursprünglich für Mai 2020 angesetzte Prozess wurde wegen der Corona-Pandemie mehrfach verschobenen. Kelly, der seine Unschuld beteuert, ist unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger und Nötigung angeklagt. Auch in Chicago und Minnesota liegen lange Anklageschriften gegen den Sänger vor.




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