Metzgerei in Fellbach Ein Pokal für die Schinkenwurst

Thomas Klingler (Mitte) ist stolz auf sein Team, das die Auszeichnung ergattert hat. Foto: privat
Thomas Klingler (Mitte) ist stolz auf sein Team, das die Auszeichnung ergattert hat. Foto: privat

Die beste Schinkenwurst kommt aus Fellbach. Die Metzgerei Klingler konnte den regionalen Wettbewerb der Fleischermesse Süffa in Stuttgart für sich entscheiden.

Fellbach: Simone Käser (sk)
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Fellbach - Wer glaubt, Wurst machen wäre keine große Sache, der wird von Fleischsommelier und Metzgermeister Thomas Klingler eines Besseren belehrt. Auf die richtige Konsistenz kommt es an, auf perfekt abgestimmte Gewürze und natürlich darauf, dass nur gutes Fleisch und andere Zutaten Verwendung finden. „Das ist eine Handwerkskunst vergleichbar mit dem Wein machen. Da braucht es Fingerspitzengefühl, Leidenschaft und das Ergebnis variiert schon mal“, sagt der Chef der Metzgerei Klingler in der Cannstatter Straße.

Beim Wettbewerb wollten die Metzgermeister ihr Können zeigen

Die Metzgermeister seines Teams wollten ihr Können zeigen und hatten den Impuls gegeben, bei dem Wettbewerb um die beste Stuttgarter Schinkenwurst mitzumachen. Der fand im Rahmen der Fleischer-Fachmesse Süffa statt. „Endlich mal wieder etwas Positives in den Coronazeiten. Das war die erste solche Messe seit 18 Monaten“, sagt Thomas Klingler. Bei so einem Produkt spiele auch die Optik und nicht zuletzt auch der leckere Geruch eine große Rolle.

Mit vier Produkten ging die Metzgerei Klingler in den Wettbewerb

Mit vier Produkten ging der Fellbacher Betrieb in den Wettbewerb. Und alle vier konnten eine Medaille ergattern: die Pfefferbeißer Gold, die Maultaschen Silber und der hauseigene Schinkenspeck Bronze. Auch die Gewinner-Schinkenwurst erhielt Gold und kam dann mit circa 15 bis 20 Gold-Schinkenwürsten anderer Betriebe noch mal in eine separate Ausscheidung. „Da haben wir das Rennen gemacht. Wir haben schon ein paar Mal mitgemacht. Aber dieses Jahr hat es geklappt, und wir konnten das Stuttgarter Rössle zu uns holen“, sagt Klingler.

Künftig wird das edle weiße Porzellanpferd – der Siegerpokal – die Vitrine im Laden schmücken. Schließlich sollen es die Kunden mitbekommen. Denn ihnen will der Chef beste Qualität und Regionalität bieten. Am allerbesten schmecke die Schinkenwurst eigentlich ganz frisch und noch leicht warm am Donnerstagmittag. Denn immer donnerstags, meist recht früh, stellt Metzgermeister Thomas Hoffmann den Brät dafür her, der dann in den Darm gefüllt und gebrüht wird. „Ins Brät der Brühwurst kommen rohes Fleisch, Speck und Gewürze. Der Darm ist über Buchenholz geräuchert“, sagt Thomas Klingler und fügt hinzu, dass die Schinkenwurst eine der bekanntesten Wurstsorten sei. „Und die Stuttgarter Schinkenwurst ist ein Begriff, in der Region und in Deutschland“, sagt der Chef, der das Geschäft in der vierten Generation betreibt und mit 57 Jahren demnächst 30 Jahre selbstständig ist.

Rund 90 Prozent der Produkte stellt der Fellbacher Betrieb selbst her

Rund 90 Prozent der Produkte im Laden stellt das Metzgerteam selbst her. Da muss der Tag gut durch organisiert sein und jeder Handgriff sitzen. Aber Thomas Klingler ist sich sicher, dass man die hauseigene Handwerkskunst dann eben auch herausschmeckt. Die Juroren der Süffa – darunter Fleischermeister, Veterinäre, Doktoren und Verbraucher – würden ihm wohl recht geben, denn sie haben die Schinkenwurst aus Fellbach verkostet und zur allerbesten in ganz Stuttgart auserkoren.




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