InterviewMHP Riesen Ludwigsburg Johannes Thiemann spricht über sein überraschendes Comeback

Von  

Der Basketball-Nationalspieler Johannes Thiemann
feiert überaschend sein Comeback und hat in dieser Saison mit den MHP Riesen Ludwigsburg noch viel vor.

Große Freude nach seinem Comebck – Johannes Thiemann von den MHP Riesen Ludwigsburg. Foto: Pressefoto Baumann
Große Freude nach seinem Comebck – Johannes Thiemann von den MHP Riesen Ludwigsburg. Foto: Pressefoto Baumann

Ludwigsburg - Als Johannes Thiemann, 24, am Dienstag 82 Sekunden vor Schluss in den Play-offs gegen Medi Bayreuth eingewechselt wurde, kannte der Jubel der Fans keine Grenzen. Die rechneten noch nicht mit dem Comeback.

Herr Thiemann, gut drei Monate nach Ihrem Sehnenabriss im Oberschenkel standen Sie schon wieder auf dem Parkett. Kann man da von einer Wunderheilung reden?
Ich bin konservativ, also ohne Operation behandelt worden. Die Prognose lag bei drei, eher vier bis sechs Monaten. Jetzt sind wir bei dreieinhalb, aber ich fühle mich persönlich wieder super. Ich habe viel mit unseren Physios und Ärzten gearbeitet, die haben dazu beigetragen, dass es so schnell geht. Aber von einer Wunderheilung kann man trotzdem nicht sprechen.  
Für die Fans gab es kein Halten mehr, als sie aufs Feld kamen. Wie war Ihr Gefühl?
Es war unglaublich wieder auf dem Feld zu stehen. Und dann diese Atmosphäre zu spüren – das war der Hammer.

Unser Video-Interview mit Johannes Thiemann vor seinem Comeback

Das spricht für die Riesen. Aber Ihr Vertrag läuft aus, wie geht es nächste Saison weiter?
Zunächst einmal will ich das Halbfinale spielen, wie viel, das muss man abwarten. Danach unterhalten wir uns und schauen, was dabei herauskommt, aber ich kann mir schon vorstellen, hier zu bleiben.
Obwohl auch Ihr Ex-Verein Brose Bamberg interessiert sein soll?
Im Moment ist viel im Gespräch, da wissen einige mehr als ich. Das lass ich auf mich zukommen.
Was ist für die Riesen noch möglich?
Ich denke viel. In den Play-offs ist alles möglich, da braucht man drei gute Spiele. Die Mannschaft hat das Potenzial dazu. Und sie hat nach den Ausfällen von mir und Justin Sears, was ein Riesendämpfer war, wie man beim Final Four der Champions League in Athen gesehen hat, gezeigt, dass sie genug Spieler hat, die punkten können.
Und wer wäre Ihnen im Halbfinale lieber: Alba Berlin oder EWE Oldenburg?
Wer ins Finale kommen will, muss jeden Gegner schlagen. Aber ich denke, Oldenburg läge uns einen Tick mehr.