Migranten Diskriminierung bei Wohnungssuche in Deutschland am höchsten

Von red/epd 

Besonders Menschen mit Migrationshintergrund werden laut einer Studie bei der Wohnungssuche in allen westlichen Ländern diskriminiert. Die höchste Rate an Diskriminierung gibt es danach in Deutschland.

Die Wohnungssuche ist schwierig – vor allem für Menschen mit Migrationshintergrund. Foto: dpa
Die Wohnungssuche ist schwierig – vor allem für Menschen mit Migrationshintergrund. Foto: dpa

Konstanz/München - Menschen, die eine Mietwohnung suchen, haben es nicht leicht. Besonders Menschen mit Migrationshintergrund würden bei der Wohnungssuche in allen westlichen Ländern diskriminiert, wie eine am Donnerstag veröffentlichte gemeinsame Studie der Universität Konstanz und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ergab. Die höchste Rate an Diskriminierung gibt es danach in Deutschland, die niedrigste in Kanada.

In einer ländervergleichende Studie zu Diskriminierung am Mietwohnungsmarkt hatten Soziologen über 40 Jahre hinweg den Mietwohnungsmarkt westlicher Länder untersucht. Länderübergreifend erfahren Personen mit arabischem und muslimischem Hintergrund die stärkste Diskriminierung, wie die Studie ergab.

Als positiv bewerten die Wissenschaftler, dass die Diskriminierung seit 1970 konstant und deutlich zurückgegangen ist. Hilfreich seien Bewerbungsschreiben für Mietwohnungen, die ausführliche Informationen über die angehenden Mieter beinhalten. Dies reduziere die Diskriminierung um bis zu ein Drittel, heißt es weiter.