Milliarden-Invest von Hyundai in den USA Trump provoziert aggressives Werben

Donald Trump verkündete den Hyundai-Deal im Roosevelt-Raum im Westflügel des Weißen Hauses. Foto: imago//Pool/ABACA

Dass Hyundai vor Trump einknickt, ist ein fatales Zeichen für die internationale Wirtschaft, kommentiert unser Autor.

Donald Trump hat einen Punktsieg eingefahren. Indem der Konzern Hyundai 21 Milliarden US-Dollar in die USA investiert, kann sich der US-Präsident brüsten. Immerhin hat Trump mit seinem Slogan „America First“ immer wieder angekündigt, er werde Jobs in sein Land holen. Allerdings mit dem unausgesprochenen Nebensatz: Koste es, was es wolle.

 

Denn während sich die USA nun über neue Produktionsanlagen und Stellenausschreibungen auf ihrem Territorium freuen können, ist die Nachricht kaum positiv für die Weltwirtschaft. Warum? Weil durch Trumps Erpressungspolitik, die mit Androhungen von Zuckerbrot und Peitsche funktioniert, längst nicht nur Erfolge für die US-Wirtschaft eintreten werden. Andere Staaten reagieren mit ähnlichen Schritten. Trump provoziert ein aggressives standortpolitisches Werben um die Betriebe.

Früher oder später wird es auch die US-Bürger treffen

Das kann darauf hinauslaufen, dass anderswo noch höhere Steuerrabatte geboten werden als oft ohnehin schon, was zu fallenden Steuereinnahmen und vermutlich dann austrocknenden Sozialstaaten führt. Andere Staaten könnten zudem Strafzölle gegenüber den USA aufrechterhalten, da Trump diese ja für solche Konzerne, die eben nicht extragroß in den USA investieren, aufrechterhalten will.

Dies wiederum wird früher oder später auch die Konsumentinnen in den USA spürbar belasten. Aber bis genügend Menschen dies bemerken, sind vielleicht schon wieder die Demokraten an der Macht. Denen können Trumps Republikaner – womöglich auch dann noch hinter Trump versammelt – dann wiederum die Schuld geben.

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