Die Prüfgesellschaft Ernst & Young wird vom Insolvenzverwalter der Maple Bank in Stuttgart auf fast 100 Millionen Euro verklagt. Im Kampf um ihre Akten will sie nach zwei Niederlagen vor den Bundesgerichtshof ziehen.

Titelteam Stuttgarter Zeitung: Andreas Müller (mül)

Stuttgart - Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) mit deutschem Hauptsitz in Stuttgart droht nun auch in den Strudel des Cum-Ex-Skandals um Steuertricksereien mit Milliardenschaden für den Fiskus zu geraten. Vor dem Landgericht Stuttgart sieht sich EY mit Forderungen nach Schadenersatz von fast 100 Millionen Euro konfrontiert, bestätigte eine Justizsprecherin. Der Insolvenzverwalter der Frankfurter Maple-Bank stütze seine Klage auf den Vorwurf, die Prüfer hätten das Institut falsch zu den Cum-Ex-Geschäften um Steuererstattungen für Aktien beraten und Jahresabschlüsse fehlerhaft testiert. Zugleich kämpft die international tätige Prüffirma gegen die verlangte Herausgabe von Unterlagen und gegen ein Verbot, Akten zu vernichten. Nach Niederlagen vor dem Landgericht und dem Oberlandesgericht Stuttgart zieht sie nun vor den Bundesgerichtshof (BGH).

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